Supernova von Cixin Liu

Wer gerne Science-Fiction liest, der kennt Cixin Liu. Wie auch nicht? Er ist der Wegbereiter aus den letzten Jahren für SciFi Literatur aus China und wurde schon in mehreren Sprachen übersetzt. Seine Trilogie war ein beindruckendes Werk und seitdem folgen Novellen und Stand Alone Romane. Teilweise gibt es diese auch als Graphic Novel – das Geschäft boomt!

Diesen Roman hat der Autor vor fast 10 Jahren geschrieben, bevor er für seine Werke gelobt wurde und wie soll ich sagen, es war schwer.
Die Handlung ist im Grunde simpel, die titelgebende Supernova explodiert und eine lange Reihe von Katastrophen auf der Welt sind dadurch im Gang. Von Naturkatastrophen bis Hungersnot, nichts lässt er scheinbar aus. Doch das schlimmste kommt noch, durch die Strahlungen sterben alle über 13 Jahren in kurzer Zeit. Das musste ich erstmal schlucken und die Eltern, bzw. die Erwachsenen versuchen noch ihr Wissen weiterzugeben. Aber es sind Kinder, die andere Pläne und Vorstellungen haben.

Der erste Teil des Buches dreht sich um die wissenschaftlichen Punkte des Buches und wie die Welt anfängt mit der Situation umzugehen. An sich interessant, aber es war holprig zu lesen und ich war froh, als ich das hinter mir lassen konnte.

Ich denke alles aller Erstes muss man sich klar machen, dass ist kein typischer Roman mit seinen Höhen und Tiefen. Es las sich eher wie ein Gedankenszenario: Was ist, wenn die Welt von Kindern geführt wird? Und an der Stelle fand ich die Idee klasse und las sie echt gerne. Wie gehen die Kinder mit der Umweltkrise um? Machen Sie es besser, als die Erwachsenen?
Außerdem war es noch interessant, dass es kleinere Berichte gab, die die Geschichte untermauerten und man bekam teilweise den leichten Eindruck ein historisches Dokument, bzw. eine Aufzeichnung zu lesen. Und lasst euch gesagt sein, die Erwachsenen hatten keine Ahnung, was alles in ihren Kindern an Bösartigkeit steckt.

Es gab aber auch ein paar Dinge an dem Buch, die ich nicht in Ordnung fand, wie die offene Abneigung gegen gewisse Länder. Und gab es keine Mädchen mehr? Ich kann euch an einer Hand abzählen, wann sie aufgetaucht sind.
Außerdem tauchen immer wieder kleine Ungereimtheiten auf und ich fand es somit nicht ganz durchdacht auf der einen Seite. Auf der anderen Seite ist es ein erschreckendes und interessantes Gedankenspiel, welches uns Cixin Liu hinwirft.

Wenn ihr noch nichts von dem Autoren gelesen habt, dann würde ich euch empfehlen seine Trilogie als Erstes zu lesen. Und wenn ihr dem Autor dann verfällt, wie so viele andere vor euch, lest dieses Buch als aller letztes von all seinen Werken.

Das Buch bewerte ich mit:

3

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