Sind wir nicht Menschen von T.C. Boyle

Mein erstes (Hör-)Buch von T.C. Boyle und ich denke, dass es nicht mein letztes sein wird. Ich habe überraschend lange für das Hörbuch gebraucht, weil ich mir die Geschichten manchmal zweimal angehört hatte. Bei “Sind wir nicht Menschen” handelt es sich um eine Sammlung von Kurzgeschichten zum Thema amerikanische Seele.

Um was es geht …

Wie bereits erwähnt, handelt es sich hierbei um eine Sammlung von Kurzgeschichten, dabei drehen sich alle Storys um typische US-Bürger und ihr Leben. Dabei sind es alles sehr unterschiedliche Szenarien und Menschen, denen wir hier begegnen.
Einmal fällt ein alter Witwer auf eine Betrugsmasche rein, dann geht es um eine Ameisenplage mit der sich ein Mathematiker und seine Familie rumärgern und ein Protagonist schafft es fast zu ertrinken, als er versucht Kanu zu fahren.
Insgesamt sind es 19 Geschichten, die hier versammelt sind und als Hörbuch hat es eine länge von knapp 9 Stunden.

Wirklich interessant war:

Aber was wirklich interessant war, war der Blick des Autors auf die neue, moderne Welt, bzw. auf eine mögliche Zukunft.
An der Stelle wurde er auch sehr dystopisch und bizarr, als es um Hundkatzen geht (neue Kreation für Haustiere), um Kinder aus Katalogen oder die Klimakrise. Diese Aspekte, bzw. diese Ideen von ihm und ihre Umsetzung fand ich am interessantesten an den Kurzgeschichten, wobei es ein paar Geschichten gab, die ich eher als “nett” beschreiben würde.
Doch bei ganzen 19 Storys, ist es normal, dass einem nicht alles gefallen kann. Besonders dann, wenn sich alle sehr voneinander unterscheiden.

Für mich war es mein erstes Werk von ihm und ich war oft wirklich begeistert von der Vielfalt und dem Ideenreichtum des Autors, auch dass er in eine Kurzgeschichte so viel Atmosphäre und Bild packen konnte. Die Charaktere waren greifbar, ob würde ich sie schon lange kennen und der Stil des Autors hat was an sich, dass man sich schlecht losreisen kann.

Der Sprecher im Hörbuch

Ich hatte es als Hörbuch zur Hand und der Sprecher ist Florian Lukas, der eine sehr klare Stimme hat. Er ist für mich neu, bis jetzt hatte ich ihn noch nicht gehört und am Anfang war er mir befremdlich.
Irgendwie wünschte ich mir eine Stimme die wärmer klang und besonders bei der ersten Geschichte gefiel er mir nicht sonderlich. Erst mit den nächsten Kurzgeschichten wurde es besser und ich konnte mich letztendlich an ihn gewöhnen, da er auch gut die Gefühle Überraschung, Verwirrung und dergleichen rüberbringen kann.
Aber ich werde nicht nach einem Hörbuch greifen, weil sein Name darauf steht.

Fazit

Mit dieser Sammlung an Kurzgeschichten hat mir T.C. Boyle gezeigt, dass er ein Autor ist, den man im Regal haben muss. Er ist vielseitig, hat Humor und bewegt einen auf vielen Ebenen mit seinen Geschichten! Auf jeden Fall werde ich ihn in Zukunft öfters lesen!

Das Hörbuch bewerte ich mit:

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