Kurze Rezension zu Der Bär und die Nachtigall von Katherine Arden

Bei diesem Buch handelt es sich um den ersten Band der “Winternacht-Trilogie” von Katherine Arden. Bis jetzt ist nur dieser Teil der Reihe übersetzt worden und der zweite Band erscheint dieses Jahr im November. Zum Abschlussband gibt es noch keine genauen Infos.

Inhalt
In einem Dorf am Rande der Wildnis, weit im Norden Russlands, wo der Wind kalt bläst und der Schnee viele Monate des Jahres fällt, erzählt die alte Dienerin Dunja den Kindern des Grundbesitzers Pjotr Wladimirowitsch Geschichten über Zauberei, Folklore und den Winterkönig mit den frostblauen Augen. Verbotene Geschichten über eine uralte Magie. Doch für die junge, wilde Wasja sind dies weit mehr als Märchen. Sie allein kann die Geister sehen, die ihr Zuhause beschützen. Und sie allein spürt, dass sich in den Wäldern eine dunkle Magie erhebt …

Wenn man den Klappentext liest erwartet man eigentlich einen Mix aus Neuerzählungen der russischen Volksmärchen, was man hier zum Teil auch bekommt. Es treten verschiedene Figuren aus den Märchen auf.
Was aber noch hinzukommt ist der Streit zwischen Aberglaube und Kirche.

Schnell wird die junge Wasja als Hexe dargestellt und von der Gesellschaft gebrandmarkt. Es ist hier viel Politik im Spiel, die Position der Kirche und Wasja’s Welt ist stark gepärgt von den traditionellen Rollenbildern der damaligen Zeit.
Wasja macht eine Entwicklung durch, sie muss ausbrechen um alle zu retten und kämpfen.
Gerne hätte ich jedoch mehr über die Märchen selbst gelesen, die im Laufe der Handlung zum Nebendarsteller werden und hätte es schöner gefunden da mehr eintauchen zu können. Vielleicht hilft da aber auch die Fortsetzung.

einprägsamer Schreibstil

Besonders gelungen empfand ich den Schreibstil der Autorin, die in buten und schillernden Bildern das damalige Russland und seine Natur beschreibt. Eine sehr märchenhafte Kulisse, die sich beim Lesen bildet und der ruhige Schreibstil der Autorin passte wunderbar, sodass man die Geschichte in vollen Zügen genießen kann. Jedoch mangelte es für mich an Spannung und ich hatte das Buch oft aus der Hand gelegt, weil mir einfach der gewisse Kick fehlte.

Fazit

Die Autorin entführt einen in eine wundervolle, märchenhafte Welt und bringt einem die damalige russische Kultur, als auch die Folklore näher. Wir begleiten die junge Wasja, die sich der Gesellschaft entgegenstellen muss und an der Stelle, kommt mein Abzug. So recht wollte keine Spannung aufkommen, denn es war “nur” schön zu lesen.

Das Buch bewerte ich mit:

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