Rezension | Das Land der Juwelen (1) von Ichikawa Haruko

Rezension | Das Land der Juwelen (1) von Ichikawa Haruko Lesezeit: 4 Minuten

Es gibt wieder eine Manga-Rezension von mir und dieses Mal habe ich einen Cross Cult Titel für euch über ein geschlechtloses Volk im Überlebenskampf. Bei “Das Land der Juwelen” handelt es sich auch um einen Manga, der 2017 eine zwölf-teilige Anime Adaption bekommen hat mit starken Animationen und eine Mix aus Ruhe und Aciton!

Sechs Meteoriten verwüsteten die Welt. Sechs Monde umkreisen nun das spärliche Land. Umgeben vom Ozean kämpft eine Handvoll Edelsteine in menschlicher Gestalt um ihr Überleben – gejagt von den niederträchtigen Bewohnern der Monde, die aus ihren Körpern Schmuck herstellen wollen.

Phosphophyllit, besser bekannt unter dem Namen Phos, ist ein junger Edelstein, der davon träumt, seinen Freunden im Kampf gegen die Lunarianer beizustehen. Doch Phos ist zerbrechlich und nicht für den Kampf geeignet. Er wird stattdessen beauftragt, eine Enzyklopädie über die Natur und Geschichte der Welt zu erstellen. Auf der Suche nach Einträgen für sein Werk trifft er auf Cinnabarit, einen giftigen Edelstein, der nachts einsam Wache über das Land hält. Schon bald werden die beiden Freunde in die Wirren des uralten Krieges verwickelt …(Quelle: Verlag)

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Außergewöhnlich, anders und fesselnd.
Diese drei Worte beschreiben gut meine ersten Gedanken, als ich mit dem ersten Band von Das Land der Juwelen von Ichikawa Haruko fertig war.

Edelsteine kämpfen um ihr Überleben.
Schwer vorzustellen, aber die Edelsteine sind geschlechtslose menschenähnliche Wesen, die stark an Mädchen erinnern und werden gejagt von den Bewohnern des Mondes, die aus ihnen Schmuck machen – klar. Sehr simpel, flach.
Doch es geht hier eher um Phos, die auf der Suche nach ihrer Bestimmung ist. Sie ist aus einem schwachen Stein und tollpatschig, eignet sich scheinbar für keine Arbeit. Alle Edelsteine haben eine Aufgabe, die sie ausfüllt. Phos soll nun eine Enzyklopädie erstellen über die Natur und Geschichte, doch ist die Arbeit auch wirklich so langweilig, wie sie es sich vorstellt? Eigentlich will sie raus in den Kampf!

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Wir haben hier einen Mix aus ruhigeren Szenen, wo das einfache und schöne Leben auf ihrem Planeten gezeigt wird. Die Edelsteine sind ein friedliches Volk und haben scheinbar nur ein Problem: die Mondbewohner.
In dem Fall tauche einige kämpferische Szenen auf, wenn eine der Wächter die heranfliegenden Mondkämpfer (ebenfalls sehr interessant dargestellt) abwehrt, wobei Phos immer wieder dazwischen gerät.
Wie vorhin erwähnt, sie sind geschlechtslos. Vom Aussehen her könnte man sie einem Geschlecht zuteilen, aber das ist eher unwichtig. Über die Übersetzung wird die Geschlechtsbezeichnung “xier” verwendet und am Anfang war es etwas gewöhnungsbedürftig, wegen dem Aussehen der Charaktere, doch nach den ersten paar Seiten stolpert man nicht mehr darüber.

Mir hat der Manga gleich nach den ersten Seiten gefallen. Zuerst konnte ich es noch so gar nicht benennen, weil man zuerst reingeworfen wird und sich zurecht finden muss. Doch es gibt so viele neue Ideen und die Charaktere haben gleich Substanz. Sie sind bodenständig, oder verloren oder auf der Suche und jeden den ich bis jetzt kannte hatte eine Geschichte. Vielleicht nicht immer die größte Geschichte oder tiefste, aber ihr Charakter ist durchdacht.

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Die Zeichnungen sind einerseits klar, es gibt weite, simple Landschaften und auf der anderen Seite ist alles sehr fein, glänzt und etwas verspielt. Neben den Edelsteinen, die fragil wirken in ihrem Körperbau, gibt es noch die Mondbewohner, die schwer zu erklären sind, als wären sie Statuen aus einem religiösen Kult, emotionlos und gesteuert. Das klingt alles bestimmt sehr merkwürdig, aber glaubt mir, der Manga packt einen mit seiner Geschichte und Charakteren. Kurzum, die Zeichnungen sind eine richtig gute Kombination, die man sich gerne anschaut.

Zum Inhalt kann ich nach dem ersten Band natürlich noch nicht sehr viel sagen. Nur, dass es eine Story ist, die wohl noch viel zu bieten hat und leise daherkommt mit vielen kleinen Momenten rund um Phos und ihren Freunden.

Das Land der Juwelen lässt dich in eine ganz neue Welt fallen mit einem Haufen interessanten Ideen, Merkwürdigkeiten, ausgebauten Charakteren und einer stetigen Spannung, die durch die dauerhafte Bedrohung vom Mond immer wieder ausgereizt wird. Werde ich auf jeden Fall weiter lesen!

Den Manga bewerte ich mit:

Titel: Das Land der Juwelen | Reihe: Band 1 von 9 (laufend) | Mangaka: Ichikawa Haruko | Originaltitel: Hōseki no Kuni | Seiten: 192 Seiten | Verlag: Cross Cult| ISBN: 978-3-964331-04-5 | Link zum Verlag hier!

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