Gedankenaustausch #7 | Über Bücher ausmisten, sich frei fühlen und Marie Kondo

Gedankenaustausch #7 | Über Bücher ausmisten, sich frei fühlen und Marie Kondo Lesezeit: 4 Minuten

Willkommen zu einem Beitrag aus der Reihe Gedankenaustausch, wo ich ein x-beliebges buchiges Thema berede.
Dieses Mal geht es um das Ausmisten, besonders um das Ausmisten von Büchern, ein sehr umstrittenes Thema bei uns Buchliebhabern, davon sich freier zu fühlen mit weniger und um Marie Kondo.

Ich bin viele Jahre lang brav in die Bibliothek gegangen und dachte nicht daran, dass ich die Bücher auch haben könnte, das kam viel später. Und auch der Traum von einer eigenen kleinen Bibliothek, war nicht sofort bei mir da gewesen. Natürlich gab es da ein paar gewisse Titel, die wollte ich in meinem kleinen Regal stehen sehen, aber das kam selten vor.

Doch mit dem aktiven Bloggen fing ich an viel mehr mit den gelesenen Büchern zu verbinden und anstatt ein Buch im Monat zu kaufen, wurden es drei, anstatt sie wegzupacken, kaufte ich neue Regal. Mein Zimmer hatte viel Platz für neue Regale, anderes musste dafür weichen und so fing das Sammeln an.
Als ich dann einmal vor meinem Regal stand und eines rausnahm, dachte ich nur: “Dich will ich nicht mehr.” – Ganz einfach und ohne ein schlechtes Gewissen begann ich ein paar Bücher rauszunehmen. Manche haben mich schlichtweg geärgert, manche wollte ich nicht weiterlesen, andere waren gut genug für ein paar Stunden, von ein paar wusste ich nicht mehr, wie sie da gelandet sind oder mir wurde klar, dass ich es doch nie lesen würde.

Könnt ihr Bücher ausmisten? Oder schaudert es euch allein schon bei dem Gedanken?

Als ich anfing das erste Mal richtig auszumisten, merkte ich, wie frei man sich dadurch fühlen kann. Natürlich war ich am Anfang noch sehr zögerlich und lies das eine oder andere Buch doch stehen, nur um es im nächsten Jahr wegzupacken. Am Ende war ich leicht, arglos, beruhigt und schlichtweg froh.
Versteht es nicht falsch, einen SuB habe ich immer noch, aber manche Bücher dadrauf machen mir keine Freude mehr (Stichwort zu Marie Kondo!).

Jetzt kommt mein Schlenker zu Marie Kondo. Ist sie euch bekannt? Kennt ihr die Netflix-Serie mit ihr?
Sie ist die Ausmist-Königin, eure Befreierin, die helfende Hand in größter Unordnung und Chaos – soo sagt man das.

Doch was tut sie? Sie hat ein paar Bücher geschrieben übers Aufräumen und ihre Methoden – damit hat alles angefangen.
Und wo fängt man am besten an sich darüber zu informieren? Im Internet.
Schon auf der ersten Ergebnisliste von Google kamen ein paar Youtube-Videos von Bloggern, ein paar Blog-Berichte über die Konmari-Methode und schon hatte ich einen ganz guten Überblick ohne ein Buch von ihr gelesen zu haben (mittlerweile liegt es aber auf den Nachttisch…).

Kurzum: Nimm einen Gegenstand in die Hand. Macht dieses Ding dich glücklich? Nein? Werd’ es los!

Natürlich gibt es noch Tipps zum Einräumen, wo man anfangen soll und so weiter, aber das ist so ziemlich der Kern der ganzen Sache. Und seit ihrer Serie auf Netflix hat sie mehr an Beliebtheit gewonnen. An sich ist die Serie schön gemacht und man schaut Marie zu, wie sie Menschen dabei hilft Ordnung zu schaffen und damit ihr Leben zu verbessern, das motiviert selbst ein Stück weit.

Leider vertritt die Werte Frau auch die Meinung, dass man nicht viele Bücher besitzen muss (um die 30 ist eine gute Zahl), weswegen ich wohl nie ganz warm mit ihr werde.

Aber wir dürfen auf keinen den Schritt des Herausnehmens überspringen. Warum? Weil wir die Bücher, so lange sie im Regal stehen, nicht nach dem Glücksgefühl-Kriterium beurteilen können.”

Magic Cleaning – Wie richtiges aufräumen ihr Leben verändert von Marie Kondo

Doch ihre Idee, wie sie Bücher ausmistet (und alles andere) klappt wirklich gut und es ist nicht schwer, wobei ein Punkt ist schwer….
Es fängt damit an:

  1. Legt alle Bücher aus dem Regal raus und vor euch (das ist das schwierigste….der ganze Boden besteht dann nur aus Büchern…)
  2. Nehmt jedes einzelne Buch in die Hand.
  3. Fragt, ob es euch noch glücklich macht oder nicht.
  4. Wenn nicht, weg damit. Was es alles für Möglichkeiten gibt, abgesehen von der Tonne (von der wir hier keinen Gebrauch machen) brauche ich euch nicht zu erzählen oder? Secondhandläden, Bücherschränke (bitte keine kaputten und wirklich alten Bücher da rein…) oder bei neueren Exemplaren in guter Verfassung könnt ihr es eurer Bibliothek geben.
  5. Bedankt euch bei dem Gegenstand bevor ihr ihn zum Wegbringen legt.
  6. Regal neu ordnen nach einen Schema. Einfach damit alles seinen Platz bekommt.

Früher bin ich nur meine Regale abgelaufen und zog hier und da mal eins raus. Mit der konmarie-Methode klappt das schon besser, wobei ich Punkt 5 nicht so ausführlich mache, wie die Werte Frau Kondo, nicht mein Stil.

Sie hat ein recht langes Kapitel darüber geschrieben, wie man Bücher ausmisten muss und geht sehr strikt vor, bei Büchern, die ungelesen sind oder abgebrochen. Und ihrer Meinung nach kommt das “Irgendwann lese ich es” nie. Da muss ich ihr leider zum Teil zustimmen, da viele Bücher die ich letztendlich aussortiere zu der Kategorie “Lese ich später” gehören.

Es ist auch nicht nötig, angefangene Bücher zu Ende zu lesen. Die Aufgabe dieser Bücher war es, zur Hälfte gelesen zu werden. Sie alle haben ihre Aufgabe bereits erfüllt. Deshalb werden alle ungelesenen und halbgelesenen Bücher weggeworfen. Es ist entschieden besser, sichg den Büchern zu widmen, auf die man jetzt Lust hat, als denjenigen, die man schon seit Jahren hortet.

Magic Cleaning – Wie richtiges aufräumen ihr Leben verändert von Marie Kondo

Wie bei jedem Ratgeber, sage ich, alles nur in Maßen. Man muss sich von einem Ratgeber, egal wie gut und logisch und hilfreich es klingt, nicht das ganze Leben vorsagen. Nutzt es als Stütze und nicht als Anleitung. So auch hier, es klingt gut, oder? Aber wir Bücherliebhaber kennen es, dass wir Bücher aus dem Regal nehmen, die dort seit Jahren standen und sie lesen. Eine unserer speziellen Fähigkeiten!

Und zum Schluss gibt es noch einen Geheimtipp von mir um das Ansammeln von Büchern zu vermeiden:
die Bibliothek.
Erzählt es keinem, aber ihr könnt dort Bücher vormerken, wenn sie nicht da sind, meistens gegen eine kleine Gebühr oder ihr könnt einen Wunschzettel ausfüllen, wenn es das Buch, dass ihr gerne lesen würdet, nicht im Bestand ist.
Schließlich gibt es auch bei uns Bücher, wo wir uns nicht sicher sind, ob wir sie kaufen sollen oder nicht, aber lesen wollen wir sie!

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18 Kommentare

  1. 26. Januar 2019 / 22:41

    Hallöchen,
    ich finde das ganz witzig, weil der Verlauf bei mir ähnlich war. Ich hatte früher nicht den Drang, Bücher zu besitzen. Mit dem Bloggen kam das dann doch und ich kaufte neue Regale. Mittlerweile miste ich regelmäßig aus und das macht mir gar nichts aus.
    Geholfen hat mir da tatsächlich auch so ein bisschen “Magic Cleaning” von Marie Kondo. Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich das Buch gelesen habe, aber die Methoden darin begleiten mich immer noch.
    Das mit dem Bedanken finde ich schon ein bisschen speziell, aber wem es hilft 😀
    Dein Beitrag erinnert mich daran, dass ich mein Bücherregal mal wieder ausmisten und aufräumen müsste …
    Liebste Grüße, Kate

    • Ani
      Autor
      27. Januar 2019 / 16:24

      Hey Kate,

      es tut einem schon irgendwie gut?
      Klingt komisch, aber es sammelt sich einfach Zeug an, auch bei Büchern, dass kann weg und mittlerweile hab ich noch ein paar andere Kapitel in dem Buch gelesen und es gefällt mir mehr. Klar, zu 100 % würde ich nie alles umsetzen, aber die Ansätze motivieren einen und das reicht mir schon um mal richtig aufzuräumen. 😀
      Kennst du auch schon die Serie mit ihr auf Netflix? Auf Youtube gibt es aber auch ein paar Folgen mit ihr, wo sie anderen hilft aufzuräumen.

      Viel Spaß beim Ausmisten! 😉

      Liebe Grüße
      Ani

      • 30. Januar 2019 / 22:00

        Hallöchen,
        ja die Ansätze sind definitiv motivierend!
        In die Serie habe ich mal ganz, ganz kurz reingeschaut, hatte bisher aber nicht so richtig Zeit dafür. Hast du sie angeschaut?
        Liebste Grüße

        • Ani
          Autor
          3. Februar 2019 / 12:24

          Also ich hab auch nur ein bisschen reingeschaut, auf Youtube gibt es auch viele Videos mit ihr und die Serie ist ganz nett, so wie die meisten amerikanischen Beautiful Home Sendungen und es gab Kritik zu der Serie, weil immer die Frau im Vordergrund steht und für den Haushalt verantwortlich ist.
          Da gab es mal einen Bericht, der meinte: “Vielleicht sollten sich mal die Frauen fragen, ob ihr Mann sie glücklich macht oder ob er weg kann?” 😀

  2. 31. Januar 2019 / 17:07

    Liebe Ani,
    ich bin tatsächlich ein großer Fan des Bücherausmistens und tue es regelmäßig. Meistens aus Platzgründen, aber auch aus Prinzip, weil ich kein Buch in meinem Regal stehen haben möchte, das ich kein zweites Mal lesen würde, weil ich’s so schlecht fand. Da verschenke ich es lieber und es darf eine andere Person glücklich machen 🙂
    Manche Bücher verkaufe ich auch und kaufe mir dafür neue, die mir hoffentlich besser gefallen. Auf lange Sicht fehlen einem die Bücher meiner Meinung auch nicht – und sollte mal ein Umzug anstehen, freut mich sich auch, dass man sich von dem ein oder anderen Buch verabschiedet hat 😀
    Alles Liebe,
    Janika
    #litnetzwerk

    • Ani
      Autor
      3. Februar 2019 / 12:26

      Hi Janika,

      wenn das Buch schlecht ist, ist es bei mir auch ziemlich schnell draußen! Manchmal verlose ich es auch auf den Blog, das geht dann ganz schnell und ist weit weg….
      Ja, das ausmisten hilft sich von Dingen zu trennen, die recht überflüssig im Regal stehen und ich freue mich schon darauf, demnächst wieder aufzuräumen.

      Viele liebe Grüße
      Ani

  3. 2. Februar 2019 / 17:12

    Hallo Ani!

    Von dem “nur 30 Bücher” besitzen, habe ich natürlich auch schon gehört und mache deswegen einen weiten Bogen um die Frau 😀

    Ich miste meinen Bücherregale natürlich regelmäßig aus. Ansonsten wäre das ganze Haus bereits mit Büchern vollgestapelt. Die 5 Schritte, klingen recht praktikabel. Vielen Dank für den guten Einblick in Marie Kondos Methode.

    Liebe Grüße
    Sabrina
    #litnetzwerk

    • Ani
      Autor
      3. Februar 2019 / 12:30

      Hi Sabrina,

      mit dem Spruch ist sie auch sehr viral geworden in Twitter und ich hab schon so viele Kommentare dazu gelesen. Das sie eine Zahl festgelegt hat, finde ich da gar nicht in Ordnung, aber so ist es bei Ratgebern, die wollen immer eine genau Linie ziehen und Menschen, die sich immer komplett drauf verlassen brauchen das auch.

      Liebend gerne und viel Spaß beim nächsten ausmisten!

      Viele Grüße
      Ani

  4. 2. Februar 2019 / 20:38

    Guten Abend Ani,

    interessanter Beitrag. Ich bin vor kurzem Umgezogen und hatte zuvor auf Netflix die Serie “Consumed” gesehen. Sehr sehenswert! Jedenfalls habe ich danach beim Kisten packen das Gefühl gehabt, mich leichter von Dingen trennen zu können.
    Als es dann an die Bücherregale ging, habe ich an der ein oder anderen Stelle auch noch mal kritischer aussortiert, aber das Gesamtergebnis meiner großen Bücherwand ist geblieben. Ich liebe Bücher viel zu sehr, als dass ich mich von ihnen trennen müsste. Ich hab mich noch nicht daran gewagt mich mit Marie Kondo näher zu beschäftigen. Manchmal regiert bei mir das Chaos, aber gewisse Dinge regeln sich auch jede Woche von selbst und so lange mich die Bücher glücklich machen, möchte ich sie auch einfach nicht missen.

    Liebe Grüße
    Chrissi

    • Ani
      Autor
      3. Februar 2019 / 12:32

      Hey Chrissi,

      die Serie müsste ich unbedingt noch anschauen, ich mag sowas.
      Das Prinzip bei Kondo ist auch, wenn es dich glücklich macht, behalte es. Sie hat viele Tipps, die ich nicht uneingeschränkt benutzen würde, aber sie motiviert und das ist das Wichtigste daran!

      Viele liebe Grüße
      Ani

  5. 3. Februar 2019 / 18:13

    Hi Ani,
    interessante Gedanken hast du da! Ich hab von der Diskussion ums Bücheraussortieren was mitbekommen, auch wenn ich die Serie selbst nicht geguckt habe und die Bücher nicht selbst gelesen habe. Aber man kam ja bei der Aufrgeung auch gar nicht drum herum. Hatte selbst auch schon überlegt, ob ich mal was dazu blogge, nur hatte ich einfach keine Zeit.
    Ich glaube, dass Büchersammler und -horter auch nochmal ein ganz anderes Thema sind und sich mit der 30 Teile Zahl gar nicht messen lassen. Dies ließe sich wohl eher auf Filme oder CDs übertragen, also etwas, was man eigentlich in der digitalen Zeit nicht so sehr braucht und eher noch aus Nostalgie sammelt…
    Viele Grüße
    Jennifer
    #Litnetzwerk

    • Ani
      Autor
      4. Februar 2019 / 21:23

      Hey Jennifer,

      es ist wie mit jedem Ratgeber, bitte in Maßen genießen! Ich denke, dass das eher gesagt wurde um den Leuten eine Richtung zu geben, das Internet hat es dann wieder ganz ernst aufgegriffen und sich aufgeregt.
      Jeder sortiert doch irgendwie anders seine Bücher aus, das ist interessant zu wissen, wie andere dabei vorgehen und was sie auch mit den Büchern in der Regel machen. 🙂

      Vielen lieben Dank für deinen Kommentar!

      Grüße
      Ani

  6. 6. Februar 2019 / 18:27

    Ein schöner Beitrag!
    Ich habe schon früh angefangen, Bücher zu besitzen, einfach aus dem Grund, weil die Bücherei bei mir im Dorf einfach keine gute Auswahl hatte, besonders (Jugend-)Fantasy Romane waren kaum vorhanden. Besonders von Büchern aus meiner Kindheit kann ich mich nur schwer trennen. Die Biss-Reihe habe ich aussortiert, weil ich definitiv weiß, dass ich sie kein weiteres Mal lesen werde, aber bei Büchern wie der Eragon Reihe bin ich unschlüssig, weil sie mit Erinnerungen behaftet ist. Auch von Büchern, die ich zwar gut, aber nicht überragend fand (wie Maze Runner) kann ich mich nur schwer trennen. Bücher, die ich abgebrochen habe und die mir nicht zugesagt haben, von denen kann ich mich schnell trennen, somit habe ich da meinen Mittelmaß gefunden, auch wenn es über 30 Bücher sind, aber alleine die Harry Potter Bücher, sämtliche Bücher aus der Schattenwelt und die Werke von Kai Meyer machen schon fast alleine 30 Exemplare aus. Aber ich finde auch, dass man sich nicht auf eine Zahl festlegen muss. Ich finde die Grundidee dahinter gut, nicht zu viel zu besitzen und sich auf das wesentliche zu beschränken bzw. auf Dinge, die man wirklich um sich haben möchte. Nachdem ich von meinem Elternhaus in meine kleine Studentenwohnung gezogen bin, habe ich mich aus Platzgründen das erste Mal mit dem Thema ausmisten beschäftigt und habe nur die Sachen mit genommen, die ich mag, dass heißt nicht Klamotten, die ich seit Jahren nicht mehr angezogen habe und auch nicht CDs, die nicht mehr meinem Geschmack entsprechen.
    Liebe Grüße,
    Nadine
    #litnetzwerk

  7. 10. Februar 2019 / 8:40

    Guten Morgen!

    Bevor ich mit dem Bloggen begann, hatte ich ein einziges Billy Regal, in dem die Bücher aus der Uni, ein bisschen Fachliteratur und meine Bücher massig Platz hatten. Tja. Dann fing das Bloggen an. Mittlerweile habe ich dreieinhalb Regale, die aus den Nähten platzen. Im Aussortieren war ich noch nie gut, doch ich habe im Rahmen des #litnetzwerk schon bei einem anderen Blogger über das Thema gelesen und mir gedacht, ich könnte doch zumindest mal mit den Büchern anfangen, die ich wirklich nicht gut fand. Das ist definitiv ein Anfang.
    Danke für die tollen Tipps! <3

    Liebste Grüße
    Wiebi

    • Ani
      Autor
      10. Februar 2019 / 19:42

      Hey Wiebi,

      der Anfang ist das schlimmste am ausräumen. Ich hab es nicht gleich hinbekommen, alles wegzutun was ich wollte, sondern manche Bücher erst noch ein Jahr später rausgetan, nachdem ich das Jahr davor zaghaft war. Aber hauptsache man fängt an! Wünsche dir auf jeden Fall viel Spaß dabei, manchmal kann es sich echt gut anfühlen!

      Viele liebe Grüße
      Ani

  8. 20. Februar 2019 / 16:46

    Schöner Beitrag, ich stimme dir da zu. Die Methode ist nicht schlecht, aber alle Elemente würde ich da auf keinen Fall übernehmen.
    Ich habe das Hörbuch gehört und beim Kapitel über Bücher permanent die Stirn gerunzelt. Die Idee, alle ungelesenen Bücher wegzuwerfen, finde ich völlig unsinnig. In einigen Fällen mag das stimmen, dass man das Buch nie mehr lesen wird, aber gerade bei Leuten, die sich absichtlich einen SuB ansammeln, wird das nicht der Fall sein und so allgemein behaupten lässt sich das schon mal gar nicht. An die Grenze von 30 Büchern erinnere ich mich gar nicht, aber ich habe jetzt schon von mehreren Seiten gehört, dass es bei der Anzahl nur um ihre persönliche Präferenz geht und da natürlich jeder seinen eigenen Weg finden muss.
    Ich finde es schon wichtig, dass man nur Dinge besitzt, die einen glücklich machen (oder die notwendig sind), darum mag ich ihre Methode im Grundsatz auch. Bedanken muss ich mich dafür trotzdem nicht bei den Gegenständen. Schlimm finde ich auch das ständige “wegwerfen”, aber ich hoffe darauf, dass das nur unglücklich übersetzt worden ist und nicht wirklich empfohlen wird, alles überschüssige in die Mülltonne wandern zu lassen.
    Du hast also völlig recht: Wie bei jedem Ratgeber muss man sich selbst die Elemente raussuchen, die für einen persönlich passend und sinnvoll sind und den Rest ignorieren.

    Liebe Grüße!

    • Ani
      Autor
      24. Februar 2019 / 20:49

      Hi Jacquy,

      erst gestern habe ich mich wieder an mein Regal gestellt und ganze 22 Bücher aussortiert. Das klingt nach viel, aber bei über 500 Büchern ist das nur ein kleiner Tropfen. Dieses Mal habe ich mich an Bücher gehalten, die ich schon gelesen hatte und nicht nocheinmal lesen werde oder die Fortsetzungen davon. So was kommt vor! ^^
      Ja, das “Bedanken” ist für uns alle bestimmt komisch. Das kommt aus dem buddhistischen und bei uns in der Kultur, würde ich sagen, gibt es da wenige Bezugspunkte. Auch hab ich letztens erfahren, dass es nicht unbedingt “glücklich” machen muss, die eigentlich Übersetzung des Wortes bezieht sich auf “es löst in dir ein Gefühl aus” – dafür gibt es nicht ganz das richtige Wort bei uns, im englischen schon gar nicht. 😀

      Viele liebe Grüße
      Ani

      • 1. März 2019 / 13:33

        Ja, das kenne ich auch. Ich packe aber viele Bücher schon direkt nach dem Lesen auf einen extra Stapel und wenn ich schon weiß, dass ich sie nicht noch mal lesen werde, kommen sie gar nicht erst ins Regal zurück. Darum gibt es bei mir dieses große Aussortieren in dem Sinne nicht. 🙂
        Ahh, dann ist das natürlich auch noch mal was anderes. Gerade wenn etwas so sehr verbreitet wird, ist es echt blöd, wenn dabei die eigentliche Bedeutung gar nicht richtig wiedergegeben wird.

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