Rezension | Lady Mechanika: Die Schicksalstafel – Band 3

Rezension | Lady Mechanika: Die Schicksalstafel – Band 3

Ihr kennt Lady Mechanika noch nicht? Steht aber auf Abenteuer, Action, Geheimnisse und berauschende Bilder? Tja, dann solltet ihr auf jeden Fall mal einen Blick in den Comic reinwerfen und glaubt mir, es wird euch nicht enttäuschen. Ein Steampunk-Schatz durch und durch! 

Im zweiten Band fing ein neues Abenteuer für Lady Mechanika an und in “Die Schicksalstafel” geht es schnurlos damit weiter. Winifred, die Enkelin des Altertumsforschers Professor Thomsen, wurde entführt und Lady Mechanika ist ihr hinterher. Dabei stranden die beiden nicht nur in der Wüste, sondern finden auf ihrer Reise auch neue Freunde, als auf Feinde und begegnen einem fremden Volk mit kriegerischen Frauen, die es locker mit einer Truppe Männer aufnehmen kann. Doch bevor die beiden wieder nach Hause können, müssen sie erstmal Thomsen retten und sie merken schnell, dass hinter der ganzen Sache viel mehr steckt und viel gefährlicher ist, als es am Anfang den Anschein macht. 
Diesmal besteht das Team nicht nur aus Lady Mechanika, sondern sie bekommt Hilfe von einer kriegerischen Frau namens Akina aus dem Wüstenvolk, die ihr was schuldig ist. Sie machen sich gemeinsam auf dem Weg quer durch den Dschungel und geraten schnell in knifflige Situationen. Mit Akina hat der Autor wieder eine sehr starke Frau eingebaut, die der Lady in nichts nachsteht und somit genau die passende Partnerin ist für solch ein Abenteuer. 

Natürlich möchte ich euch nicht erzählen, was danach passiert oder was der Großvater von Fred im Dschungel gefunden hat oder was mit Fred geschieht, aber spannend ist es auf jeden Fall und furchtbar schnell! Die Handlung verläuft wie eine rasante Kurve, steigert sich durch ein Bruchlandung, einen Sturm und wilde Kreaturen und vielen anderen Dingen immer wieder weiter nach oben.
Außerdem bekommen wir nicht nur mit wie es der Lady im Dschungel und in der Wüste ergeht, sondern auch was der Professor erforscht und wieso er dort festgehalten wird. Sehr geschickt, wurde an der Stelle eine sehr interessante Geschichte eingebaut mit alten Artefakten, alchemistischen Formeln und früheren Überlieferungen. Dazu gibt es noch einzelne Zwischencover mit entsprechenden Zitaten aus unterschiedlichen Werken, die die Stimmung im Comic passend wiedergeben.
Auch gibt es eine äußerst aufregende Überraschung bezogen auf die Feinde und in einem sehr kurzen Moment, dachte ich wir kommen dem Thema “Herkunft der Lady” näher, aber dabei blieb es. Das ist ein Thema, dass im ersten Band aufgegriffen wurde und wie ich vermute, wird es uns in Zukunft noch lange beschäftigen (hoffentlich! – Dann gibt es mehr Fortsetzungen!).
Sonst lässt sich zum Inhalt sagen, dass nach einem abrupten schnellen Kampf zum Schluss, das letzte Kapitel wieder sehr neugierig gemacht hat auf die Fortsetzung und wir hoffentlich bald wieder vom mysteriösen Mr. Jabir hören!

Kommen wir nun zu den Zeichnungen im dritten Band. Dass mir der Stil von Benitez gefällt, habe ich schon in den letzten Rezensionen ausschweifend erzählt und auch hier hat er wieder was wunderbares geschaffen, indem er es geschafft hat die wilden Seiten Afrikas mit Steampunk zu verbinden. An manchen Stellen ist es nicht so präsent, aber es gibt wieder sehr viele Details die den Steampunk zeigen und um es richtig abzurunden, haben die Panels oftmals eine dementsprechende Verzierung mit kleinen Zahnrädern und Co und es gibt sehr viele unterschiedliche mechanische Fahr- und Flugzeuge. An sich ist es wieder ein sehr opulent illustrierter Comic, wo nicht nur die Charaktere bis ins Detail gezeichnet sind, sondern auch die Landschaften und Hintergründe. 

Lady Mechanika im Stil von Tomb Raider auf einem Abenteuer a lá Indiana Jones. Das beschreibt es wohl am besten, denn genau das alles, wofür die beiden Dinge stehen, war drinnen: vergessene Artefakte, alte Überlieferungen, Reise durch verwilderte Teile der Welt, untergegangene Zivilisationen und kämpferische Auseinandersetzungen!
Für mich ist die Reihe seit dem ersten Band ein MUST READ, denn er überzeugt mich immer wieder aufs Neue. Es handelt sich hierbei einfach um einen Comic mit einer sehr gut ausgebauten Handlung, die immer wieder überraschen kann, wandlungsfähig ist und die detaillierten Zeichnungen im Steampunk-Stil runden es ab. 

Den Comic bewerte ich mit: 

Link zum Verlag hier.

Link zur REZENSION zu Band 1 hier

P.S.: Am Ende gibt es eine Bildergalerie zur Lady mit anderen Zeichnern und ein Interview, wo auch erzählt wird, wer wo was im Comic macht. Joe Benitez arbeitet nicht alleine an den Zeichnungen und ich bin in der Rezension jetzt nicht darauf eingegangen, dort könnt ihr es nachlesen oder in den anderen Rezensionen, die ich unten verlinke. 

 

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