Gedankenaustausch #11 | Ist flüchtig lesen okay?

Gedankenaustausch #11 | Ist flüchtig lesen okay? Lesezeit: 2 Minuten

Herzlich Willkommen zu einem neuen Gedankenaustausch!
Letztens habe ich ein Buch, das wirklich spannend war, fast schon überflogen und mir ist aufgefallen, dass ich es zuerst verheimlichen wollte. Ich hatte wirklich ein schlechtes Gefühl und wollte das überhaupt nicht erwähnen. Jetzt ist die Frage, inwieweit ist flüchtig lesen okay? Und sollte man sich dafür schämen?

Zuerst möchte ich einmal klar stellen, was ich mit dem “flüchtig lesen” genau meine. Wenn ich sage, dass ich ein Buch flüchtig oder quer lese, dann meine ich damit, dass ich nicht jeden einzelnen Satz oder jedes einzelne Wort auf der Seite richtig lesen. Sondern, dass ich flüchtig drüber gehe. Ich lese soweit, dass alles einen Sinn ergibt, sich mir die Geschichte erschließt und da gehört nicht die x-te Beschreibung von der Wohnung oder des Pullovers dazu.

Es gibt Bücher, von denen ich auf Anhieb weiß, dass sie gut sind, aber ich habe keine Geduld für das ganze Drumherum und möchte nur das Geschehen wissen. Da lese ich schon mal flüchtig drüber oder es gibt mehrere Perspektiven im Buch und eine ist für mich einfach uninteressant.
Oder das Buch nervt mich, aber ich bin schon so weit, dass ich wissen will was passiert, dann lese ich auch nur noch flüchtig um das Ende zu erfassen.

Das ist ein Thema für das ich manchmal schon angegangen bin, weil ich das Buch nicht richtig würdige, die ganze Bandbreite nicht erfasse oder nur einen Teil mitbekommen würde. Auch wäre meine Meinung zu dem Buch nicht ernst zu nehmen, wenn ich es flüchtig lese. Und ich kann mittlerweile dazu nur sagen: wenn juckt’s.

Auch vom flüchtig lesen, kann ich euch sagen, ob es mir gefallen hat und oder warum es mies war. Es ändert nichts an meinem Gefühl gegenüber dem Buch, nur dass ich euch nicht sagen kann, welche Lieblingsfarbe der Protagonist hatte.
Es gibt auch zahlreiche Bücher, die ich niemals überfliegen würde, wie die Reihe von Christelle Dabos oder Harry Potter, egal wie oft ich es lese. Doch es gibt auch einfach Bücher, da fehlt mir entweder die Geduld, weil ich gerade so drauf bin oder sie sind so spannend, dass ich so schnell wie möglich die ganze Geschichte inhalieren möchte (The Match von John Marrs).

Meiner Ansicht nach ist meine Meinung über die Geschichte nicht weniger wert und das querlesen steht nicht gleich dafür, dass das Buch nicht wert ist gelesen zu werden. Flüchtig lesen ist nicht immer gleich negativ!
Ein Buch zu überfliegen kann mehrere Gründe haben, viele haben damit mit einem Selbst zu tun und ich denke, dass ich bestimmt nicht alleine damit stehe. Oder etwa doch?

Habt ihr schon Bücher überflogen? Was waren eure Gründe dafür? Und…welches habt ihr überflogen?
Bin schon gespannt was ihr zu dem Thema sagt!

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19 Kommentare

  1. 18. November 2019 / 10:46

    Huhu,

    ich glaube, ich lese nur flüchtig. Wenn ich wirklich jeden einzelnen Satz aufmerksam lesen müsste, dann würde ich nie wieder ein Buch beenden können – weil jedes Einzelne Sätze hat, die einfach überflüssig sind, und mir die Stimmung verderben würden, würde ich wirklich daran hängen bleiben müssen. Viele Bücher haben viel zu viel emotionales Schischi drumrum, das die Handlung verlangsamt. Aber nicht etwa philosophische Überlegungen, sondern … sowas, wie, dass eine Protagonistin schwitzige Hände kriegt. Wenn sie deshalb nicht die Wunderlampe fallen lässt, weswegen der Dschinn eine Gehirnerschütterung hat und nicht mehr zaubern kann, dann ist es doch völlig egal, ob ihre Hände schwitzen.

    (Dafür sparen Autoren oft mit den wirklich interessanten Dingen, wie dem politischen System einer Fantasywelt – looking at you, JKR.)

    Also: Jeder Leser, der in einem Buch absolut kein einziges Wort überspringt, und es dennoch liest, ohne es frustriert an die Wand zu werfen, ist für mich ein Superheld.

    LG
    Taaya

    • Ani
      Autor
      20. November 2019 / 21:24

      Hey Taaya,

      ich hab von einem Autoren letztens gelesen, der meinte, er wäre sehr beleidigt, wenn man sein Buch flüchtig lesen würde. Wirklich beleidigt. Daran musste ich gleich mal denken, denn ich denke auch, dass das viele machen und wenige selten zugeben. Und andere ziehen es gleich alles negativ!
      Vielen lieben Dank für deinen Kommentar und deine Sichtweise, ich kann es nur verstehen, wenn man bei manchen Büchern einfach nicht alles lesen kann! 😀

      Viele liebe Grüße
      Ani

  2. 19. November 2019 / 17:46

    Hi Ani!

    Ich wollte jetzt eigentlich zu deinem Beitrag was schreiben, muss aber jetzt erstmal was zu Taayas Kommentar sagen: Echt? O.O Ich staune grade wirklich! Jeder kann es natürlich so handhaben wie er möchte, aber für mich ist es eigentlich selbstverständlich, dass ich jeden Satz lese, wenn ich ein Buch lese 😀
    Warum? Weil ich sonst keine Atmosphäre habe. Also rein aus meiner persönlichen Sichtweise. Wenn ich lese, tauche ich in die Geschichte ein und ich kenne viele Bücher, die sich lohnen dabei zu bleiben und alles! zu lesen was drin steht 🙂
    Natürlich gibts in manchen Büchern Szenen, die vielleicht überflüssig sind, aber das stört mich nicht sehr.

    Wenn es mich aber mal stört, dann gibt es tatsächlich auch Momente, bei denen ich mal eine Passage überfliege oder querlese. Das kann eine Seite sein, dass können auch mal mehrere Seiten sein. Je nachdem.

    Ich hatte auch schon Bücher, die mich vom Thema her sehr neugierig gemacht haben, aber sehr langweilig geschrieben waren. Dann kann es vorkommen, dass ich tatsächlich den Rest überfliege, um nur Eckpunkte zu erfassen und das Ende zu erfahren. ABER: wenn ich das mache, dann fehlt mir eben die Atmosphäre.
    Grade im Fantasybereich liebe ich das und mag die Beschreibungen, es kommt halt immer drauf an, ob der Autor mich mitnehmen kann mit seinem Stil oder nicht.

    Ein für mich gutes Buch hab ich noch nie überflogen, deshalb kann ich darauf nicht so recht antworten, Ani, ich kann es mir für mich jedenfalls nicht vorstellen, weil ich dann nicht in diese Welt eingetaucht bin, sondern sie ja wortwörtlich “überflogen” habe 😉

    Liebste Grüße, Aleshanee

    • Ani
      Autor
      20. November 2019 / 21:31

      Hi Aleshanee,

      vielen lieben Dank, dass du es auch zugeben kannst, dass du mal was überfliegst. So langsam habe ich das Gefühl, dass will keiner von sich sagen…Und ich hoffe auch, dass es kein Autor nun persönlich nimmt, wie bereits oben gesagt, liegt es sehr oft an einem selbst und die eigenen Launen.
      Zum Thema gute Buch schnell lesen:
      Ich beziehe mich jetzt einfach mal auf THE ONE, wo mir das letztens passiert ist. Das Buch spielt in der Gegenwart, in unseren heutigen Zeit, da war die Atmosphäre gleich da und greifbar. Bei einer Perspektive, die etwas aus der Reihe viel, habe ich auch alles gelesen, weil sie eben aus der Reihe viel und ich das immer von neuem aufgreifen musste (von der Atmosphäre her). Sonst war es auch von Schreibstil her so griffig, dass man ein, zwei Dinge überfliegen konnte ohne irgendwas zu verpassen.
      Aber klar, ich denke, das hat viel mit dem Lesetyp zu tun und wie er sich vertieft! Bei mir reicht oft eine Seite und ich bin in der Geschichte drin, geht wirklich schnell.

      Viele liebe Grüße und danke für deinen Kommentar! 🙂

      Ani

      • 22. November 2019 / 7:39

        Hi Ani, ja es kommt ganz drauf an … das Wort “flüchtig” definieren ja viele anscheinend auch sehr unterschiedlich 😉

        Und ich finde schon, dass es in manchen Büchern Stellen gibt, die man “überfliegen darf”, also dürfen sowieso, aber wenn sie einen in dem Moment langweilen, oder zu ausschweifend sind, oder man grade auch in der Verfassung ist dass man schnell weiterkommen will weil es so spannend ist, dann passiert das eben manchmal.

        Natürlich ist das für Autoren nicht schön zu sehen, aber jeder liest anders und wie bei positiven oder negativen Rezensionen: da muss man damit lernen umzugehen … wenn ein Leser etwas überfliegt scheint es an dieser Stelle nunmal für ihn anscheinend nicht so spannend zu sein 🙂

        Ich hab deinen Beitrag heute auch in meiner Stöberrunde verlinkt.

        Liebste Grüße, Aleshanee

        • Ani
          Autor
          14. Dezember 2019 / 17:26

          Hey,

          vielen Dank fürs Verlinken und für deinen Kommentar! 🙂

          Viele Grüße
          Ani

  3. 19. November 2019 / 18:25

    Hm… Interessante Frage 😀 Habe ich nie wirklich drüber nachgedacht. Ob es ok ist? Wieso nicht? Jedem das seine 😉

    Ich fange an zu überfliegen, wenn ich mich langweile. Manchmal finde ich es ok, wenn tatsächlich in einer Passage nicht viel passiert, oder, wie Du schon sagtest, man den aktuell handelnden Charakter nicht so mag, Aber generell bedeutet überfliegen für mich, dass das Buch nicht gut genug geschrieben ist, um mich wirklich zu begeistern. Dann nehme ich nur fix die Handlung mit (wenn die denn lohnt), ansonsten breche ich meist ab.
    Bücher, die ich nur noch überflogen habe, waren zB “Feuer und Stein”, da war ich nach der Hälfte geistig raus. Oder die “Chroniken der Unterwelt”, da habe ich mich sogar bis in die Mitte von Band 3 gequält. Selection. Twilight. Sowas. “Alle sagen, es ist gut, also lies es” – und dann versuche ich zumindest durch überfliegen so weit zu kommen, bis ich den Punkt verstehe, warum es gut sein muss. Wenn ich den dann tatsächlich finde, dann lese ich auch alles nochmal richtig 🙂 Ich glaube, das ging mir bei meinen ersten King Bücher so (oh, hundert Jahre her…).

    Aber generell lese ich eher sehr genau. Weil ich Sprache liebe und weil auch Nuancen in der Wortwahl einem viel verraten können. ich liebe das ^_^ ZB wenn es in Büchern geheimnisvolle Charaktere gibt (wie Geloe im Drachenbeinthorn oder den Narren bei Robin Hobb) und man dann versucht, durch winzige Andeutungen in der Sprache mehr zu verstehen.. *hachja* ^^ Ich mag das sehr. Aber muss ja nicht jedermans Sache sein 🙂

    • Ani
      Autor
      20. November 2019 / 21:38

      Hi Mi,

      das ist auch mal interessant. Wenn ich jetzt “Lesetypen” bestimmten sollte, wärst du meiner Meinung nach der “Genießer”! Und ich kann gut verstehen, warum du die anderen Bücher abgebrochen hast, wenn du wert auf die Sprache legst. Da ist ein großer Unterschied zwischen deinen genannten Büchern und Robin Hobb ist definitiv nichts, wo man was überfliegen kann.^^

      Ich muss sagen, es gibt Bücher, wie meine Rezensionsexemplare, die lese ich immer sehr genau. Da wird auch manchmal reingeschrieben, markiert, Merkzettelchen reingelegt und und und….dann gibt es da eben Bücher, die ich so aus einer Lust und Laune herauslese, wo ich mal schnell die Story inhalieren möchte. Oftmals sind es eher leichte, wirklich leichte Roman, da passiert das überfliegen schnell.
      Zu den schlechten Büchern muss ich bestimmt nicht viel sagen. 😀

      Viele Grüße und dank für deinen Kommentar!!!
      Ani

  4. Anja
    19. November 2019 / 21:37

    Hallo,

    Ich finde flüchtig lesen absolut in Ordnung. Es gibt für alles eine Berechtigung.

    LG

    • Ani
      Autor
      20. November 2019 / 21:39

      Hey Anja,

      danke, danke, danke! 😀

      Viele liebe Grüße
      Ani

  5. Dimitrios Zafiris
    21. November 2019 / 3:07

    Hallo Anastasia,
    ein interessantes Thema, zu dem ich gerne meine Ansicht teilen würde.
    Ich finde man sollte zwischen zwei Arten des Querlesens unterscheiden. Manchmal ist es eine bewusste Entscheidung und manchmal eine unbewusste Entwicklung.
    Ich entscheide mich dann dazu, einen Text bewusst querzulesen, wenn der Informationsgewinn im Vordergrund steht, weil ich mir so erfahrungsgemäß sehr viel mehr einprägen kann. Man könnte fast sagen, dass die einzelnen Satzteile zerfließen und die darunterliegende Botschaft deutlicher hervortritt.
    Fiktionale Bücher sind da ein spezieller Fall, denn bei Fiktion ist der Weg meist wichtiger als das Ziel. Das Lesen soll schließlich Spaß machen und möglichst viele Emotionen in uns wecken, was am Besten funktioniert, wenn wir uns für den Text Zeit nehmen. So in der Theorie. In der Praxis aber, komme ich bei wirklich guten Büchern in einen Lesefluss, der an das Querlesen erinnert. Sei es, weil die Spannung nicht mehr auszuhalten ist, oder weil ich mich beim Lesen in Tagträume verliere und erst zwei Seiten später merke, dass mein Hirn auf Autopilot geschaltet hat – nicht, weil ich gelangweilt war, sondern weil die Bilder, die die Zeilen in mir hervorgerufen haben, so lebendig waren. (So geschehen bei “Der Name der Rose”)
    Unterm Strich könnte ich also sagen, dass ich wohl knapp 95% aller je gelesenen Texte “nur” quergelesen habe.
    Die 5%, die die Ausnahme bilden, sind jene Werke, bei denen mich der Gebrauch der Sprache fasziniert hat. Diese habe ich überflogen, gründlich gelesen, Wort für Wort aufgewogen, abgeschrieben, auswendig gelernt, vorgetragen und mir sehr oft vorgestellt, sie wären mir eingefallen 🙂 (Ich denke da ua an Auszüge aus: Goethes “Faust”, Shakespeares “Macbeth”, V’s Reden in “V wie Vendetta”)

    Ob Leser nun meine Bücher querlesen, auswendig lernen oder auf dem SuB liegen lassen – ich darf mich als Mensch natürlich darüber ärgern, sollte aber meinen Unmut nicht zwangsläufig teilen. Schließlich kann jeder selbst entscheiden, wie und wann er es liest. Wer seine Werke mit der Welt teilt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass nicht nur die Rezeption unterschiedlich ausfallen wird, sondern eben auch der Umgang bzw die Art des Konsums. Mich persönlich stören nicht einmal die Raubkopierer, die meine Ebooks kostenlos herunterladen. Nicht weil ichs mir leisten kann, sondern weil ich denke, es wäre verschwendete Energie. Aber das ist ein ganz anderes Thema…

    • Ani
      Autor
      14. Dezember 2019 / 17:30

      Hi Dimitrios,

      das mit dem sich reinlesen und dann immer schnell werden, kenne ich nur zu gut. Manchmal ist es schlicht und einfach so spannend, dass man am liebsten 10 Seiten auf einmal lesen würde.
      Wenn mir ein Buch begegnet, wo die Sprache stark heraussticht, lese ich ebenfalls ganz anders. Da liegt das Interesse eben nicht nur an der Geschichte, sondern auch an den Wörtern.

      Danke für deine Worte und Meinung!

      Viele Grüße
      Ani

  6. 22. November 2019 / 9:02

    Hallo in die Runde.
    Ich finde gar nichts dabei, Bücher auch mal flüchtig zu lesen. Das kommt auf die Situation, das Buch und auch andere Umstände an. Fehlende Wertschätzung sehe ich hierin nicht. Bei mir gibt es mehrere Gründe in denen ich Bücher überfliege. Punkt 1 dann, wenn das Buch besonders toll ist. Ich empfinde es dann immer, dass ich das Buch “einatme”. Es fesselt mich so sehr, dass ich wirklich schnell lese und manche Stellen nur überfliege. Das ist aber nicht weiter schlimm, da ich gute Bücher auch gerne noch ein zweites oder drittes Mal lese, dass aber dann langsamer. Da entdeckt man dann gerne ganz neue Aspekte in der Geschichte oder auch die vom Autor eingeflochtenen Pointen. Punkt 2, wenn ich ein Buch als langweilig empfinde. Entweder sind die Beschreibungen zu langatmig oder ich bin grad nicht in der richtigen Lesestimmung dafür. Dann blättere ich gern auch mal bis zum Schluss und lese das Ende vorweg. So ist es mir mit “Momo” gegangen. Ein Buch das ich gerade ein zweites Mal gelesen habe. Ich wusste natürlich aus dem Film, wie die Handlung ist. Beim ersten Mal fand ich es richtig langweilig. Deshalb hab ich dann zwischendrin immer mal wieder schneller weiter geblättert und auch einige Teile übersprungen. Jetzt habe ich es nochmal gelesen und fand meinen ersten Eindruck so gar nicht bestätigt. Es las sich sogar recht kurzweilig und ich habe es auch komplett gelesen. Punkt 3, wenn ich ein Buch bereits kenne. Das ging mir jetzt bei “Ayla und der Clan des Bären” so. Die Autorin schildert immer recht ausführlich die Pflanzen und Tiere, wie man sie verarbeitet und die Lebensumstände. Da flieg ich dann auch drüber, da ich es vom ersten Mal Lesen ja bereits kenne und es für die Story nur am Rand interessant ist oder gar nichts mit der Story zu tun hat. Punkt 4, es gibt einfach zu viele Bücher die ich gerne lesen möchte. Wenn ich gerade mehrere neue Bücher habe, auf die ich mich unheimlich gefreut habe, lese ich auch gern erst mal flüchtig, damit meine Neugier schnell befriedigt ist. Ich kann es dann meist kaum erwarten. Gern wird dann auch mal der Schluss zuerst gelesen.
    Also wie ihr seht, bin ich gerne mal ein Überflieger bei Büchern und ich finde es auch nicht schlimm.
    Liebe Grüße Christin (Bücherjunkie)

    • Ani
      Autor
      14. Dezember 2019 / 17:32

      Hi Christin,

      vielen Dank für deinen Text! Ich kann dir da nur zustimmen!
      Bei meiner Arbeit muss ich an manchen Tagen 10 Bücher durchschauen oder mehr. Da kommt es vor, dass ich neben dem reinlesen auch den Anfang und das Ende lese. Für mich ist es nicht immer ein Spoiler, sondern beruhigt mich manchmal, sodass ich das Buch in Ruhe lesen kann. ^^

      Viele Grüße
      Ani

  7. 22. November 2019 / 12:42

    Hallo Anastasia,
    du sprichst ein sehr interessantes Thema an, das mir gleich bei Weltenwanderers Stöberrunde aufgefallen ist. Ich gestehe, dass ich generell zwar recht gründlich lese, es aber auch Passagen gibt, die ich regelmäßig nur überfliege. Das sind einmal besonders grausame, brutale Szenen, die ich einfach nicht lesen kann und will, auch sehr in die Länge gezogene Erotik-Szenen, die letztendlich die Handlung nicht weiterbringen, lese ich schon mal quer oder aber wenn ein Buch Längen aufweist, die einen auf der Stelle treten lassen, eben alles Passagen, die für mein Empfinden nur Seitenfüller sind.
    Wort für Wort und mit Genuss lese ich aber Bücher, die sich durch eine besonders schöne Sprache oder tolle Landschaftsschilderungen etc. auszeichnen.
    Liebe Grüße
    Susanne

    • Ani
      Autor
      14. Dezember 2019 / 17:34

      Hi Susanne,

      das kann ich aber auch verstehen. Früher habe ich viel mehr Romantasy gelesen und irgendwann musste ich nicht jede erotische Szene lesen, bis ich dann ganz damit aufgehört hatte…
      Aber wenn mir, wie du sagst, ein Buch mit besonders schönen Sprache begegnet, bin ich voll dabei.

      Viele Grüße und dank für deinen Kommentar!

      Ani

  8. 23. November 2019 / 0:25

    Moin Moin,
    diese Frage habe ich mir auch schon häufiger mal gestellt… Denn auch mir passiert es manchmal, dass ich die Seiten wortwörtlich überfliege. Allerdings ist es meistens eher ein Kompliment an den Autor, wenn ich in diese Situation komme, da ich es meistens nur dann mache, wenn ich an einer wirklich spannenden, oder für die Handlung sehr wichtigen Stelle bin; aus dem einfachen Grund so schnell wie möglich mehr wissen zu wollen. Bei Eragon habe ich z.B. auf diese Weise alle Bände in gerade einmal knapp zwei Wochen gelesen und könnte dir trotzdem noch genau sagen, was passiert ist.
    Natürlich überspringt man bei der 100sten Landschaftsbeschreibung auch mal einen Absatz… Aber ansonsten mus ich mich da Aleshanee anschließen: die Atmosphäre ist nihct die gleiche und man kann nicht ganz so tief in die Geschichte eingehen, wie es einem beim “richtigen” lesen möglich wäre ( meine persönliche Meinung. Muss ja nicht für jeden so sein).

    Von daher würde ich sagen, hängt es vom Grund und der eigenen Einstellung ab, ob das Überfliegen von Büchern ok ist, oder nicht. Jedem das seine….

    Mit lieben Grüßen
    Lili

    • Ani
      Autor
      14. Dezember 2019 / 17:36

      Hi Lili,

      das hast du schön gesagt. Ja, es ist ein Kompliment an den Autor, dass er so spannend schreiben kann, dass man die Seiten inhalieren muss.
      Das mit der Atmosphäre finde ich schwer zu unterschreiben, weil bei mir sehr wenig schon reicht. Andererseits kenne ich auch Bücher, wo sehr viel beschrieben wird für die Atmosphäre und bei mir kam dann nichts rum.

      Vielen Dank für deine Worte!

      Liebe Grüße
      Ani

  9. 1. Dezember 2019 / 20:30

    Hallo Ani,

    also zuerst einmal: Schöner Beitrag!
    Und dann noch: Ich glaube nicht, dass es jemanden gibt, der noch nie ein Buch nicht überflogen hat.
    Es passiert allen einmal. Und das man das Buch dann als „nicht ordentlich gelesen“ abstempelt finde ich nicht okay.
    Ich überfliege auch ab und Bücher, vor allem, wenn sich die Handlung mit sinnlosen Geschehnissen ins Endlose ziehen. Oder ich von einem Buch nur mäßig angetan bin, es aber beenden will.
    So auf die Schnelle fällt mir zwar grad kein Titel ein, aber es kommt bei mir häufiger vor, aber ich zähle es dennoch zum „normalen Lesen“. Ich überfliege ja nur das unwichtigste, wie du schreibst: Den Sinn dahinter versteht man ja trotzdem.

    Alles Liebe,
    Tina
    von Tianas Bücherfeder

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