Leseplanung für den August

Und da haben wir den heißesten Monat vor uns. Ob der lesetechnisch was wird?
Wenn ich am Ende vom Juli nicht flach daheim gelegen hätte mit Grippe, wäre ich bestimmt nicht dazu gekommen mein Lesevorhaben aus dem Juli zu beenden.
Besonders für den August nehme ich mir nun vor mich wieder beim Lesen zu tracken. Was für mich soviel heißt, einen Wecker einzurichten für Abends, der mich erinnert zu lesen und dazu gibt es einen Timer, den ich auf 30 Minuten stelle.
Mir fehlt aktuell einfach wieder die Routine, seit ich aus dem Urlaub zurück gekommen bin – von Sport fangen wir erst gar nicht an!

Ein wenig ratlos stand ich vor meinem Regal und habe überlegt, was ich wohl lesen soll im August … als letzten Monat die neuen Regale kamen, habe ich sogar ein Brett eingerichtet mit Büchern, die 2022 noch gelesen werden müssen.
Also habe ich genau dieses Brett zur Rate gezogen und die drei Bücher, die da stehen, genommen (Hahaha, ja ich hatte das Regalbrett nicht mal fertig gefüllt). Gepaart mit einem anderen Roman, ist “überraschenderweise” eine sehr starke ostasiatische Auswahl passiert …

Hätte ich dein Gesicht von Frances Cha

Schöner, reicher, mächtiger – nur wer perfekt ist, steigt auf im schillernden Seoul. Vier junge Frauen versuchen, in den gnadenlosen Hierarchien hinter Gangnams Hochglanzfassaden zu bestehen. Kyuri, mit ihrem makellosen Gesicht, unterhält Nacht für Nacht mächtige Geschäftsmänner in exklusiven Room-Salons. Miho, aufstrebende Künstlerin, findet sich unfreiwillig in der superreichen Elite wieder. Ara, stumm seit ihrer Jugend, flieht in den Schein der glitzernden K-Pop-Welt. Und Wonna, frisch verheiratet, sucht verzweifelt nach einem Ausweg aus ihrem vorgeformten Leben.

In bonbonfarbenen Schönheitskliniken und an den Marmortischen der High Society offenbaren sich die Abgründe einer Gesellschaft, in der Fehler nicht geduldet werden und Erfolg nur ein einziges Gesicht trägt.

Ein einfaches Leben von Min Jin Lee

Sunja und ihre Söhne leben als koreanische Einwanderer in Japan wie Menschen zweiter Klasse. Während Sunja versucht, sich abzufinden, fordern Noa und Mozasu ihr Schicksal heraus. Der eine schafft es an die besten Universitäten des Landes, den anderen zieht es in die Spielhallen der kriminellen Unterwelt der Yakuza.

Die Lotosblüte von Hwang Sok-Young

Denkt man an ein märchenhaftes Schicksal, so kommt man nicht sofort auf Kurtisanen und Frauenhandel, doch es ist tatsächlich ein alter koreanischer Mythos, der diesem Meisterwerk zugrunde liegt. Darin entführt Hwang Sok-Yong den Leser in das Asien des 19. Jahrhunderts, in eine Welt des Opiumhandels und der Prostitution: Von der Stiefmutter verkauft, findet sich die 15 Jahre alte Shim Chong plötzlich als Zweitfrau eines alten Chinesen wieder. Lenhwa, Lotosblüte, heißt sie jetzt, und alles ist so furchtbar anders, als sie es gewohnt ist. Viel zu essen hatte sie nie, und Betteln war ihr täglich Brot, denn sie diente ihrem blinden Vater als Augenpaar, doch der Alltag in dem fremden Haushalt kommt ihr erst recht vor wie ein böser Traum.

Als ihr Ehemann stirbt, wird ihr schmerzlich bewusst, dass dies für sie nur die erste Station einer Odyssee ist, die sie, als Handelsware missbraucht, von den Ufern des Gelben Flusses über Shanghai, Taiwan und Singapur bis in das Land der Geishas führen soll. Nach unzähligen sinnlichen wie schmerzvollen Erfahrungen entdeckt Shim Chong eines Tages die Macht ihres Körpers und nimmt ihr Leben in die eigenen Hände.

Das Auge von Hongkong von Chan Ho-Kei

Inspector Kwan ist der Sherlock Holmes von Hongkong. Chan Ho-kei erzählt das Leben dieses Masterminds anhand seiner spektakulärsten Fälle und entwirft damit ein faszinierendes Panorama vom Leben und Sterben in der erstaunlichsten Stadt der Welt.
Hongkong, heute: Inspector Kwan, der aus Respekt vor seiner Kombinationsgabe nur »Das Auge von Hongkong« genannt wird, liegt im Sterben. Kwan hat sein Leben lang Verbrecher gejagt und ist darüber nicht nur in Polizeikreisen zu einer Legende geworden. Da stürmt sein alter Schüler Sonny herein. Er bittet Kwan um Hilfe bei der Lösung eines bizarren Mords, der mit einer Harpune verübt wurde. Vom Sterbebett aus knackt Kwan ein vermeintlich unlösbares Rätsel – und löst damit den letzten der insgesamt sechs Fälle, die dieser außergewöhnliche Kriminalroman erzählt.
Die Geschichte der sechs Fälle des Inspector Kwan ist zugleich die Geschichte einer erstaunlichen Stadt, die einst von China an Großbritannien abgetreten wurde, um dann hundert Jahre später wieder an die Kommunisten zurückzufallen. Im Schatten der Weltgeschichte, die in Hongkong Volten schlug, lauerte stets auch das Verbrechen: Erpresser, Mörder, Räuber, die im Dunkeln agieren, sichtbar nur für einen genialen Polizisten mit gefürchteter Hellsicht: Inspector Kwan, das Auge von Hongkong.


Und den Rest lasse ich mir diesmal offen! Da ich gerade nicht weiß, wo meine Leselaune hingeht, gibt es nur vier Bücher, die ich mir vornehme.

Zu meiner Auswahl muss ich sagen, es sind drei Bücher von koreanischen Autorinnen und ein Buch von einem chinesischen Schriftsteller. Bis auf das erste Buch, stehen die anderen schon seit ein paar Jahren in meinem Regal …
Bestimmt kennt ihr schon was aus der Liste?! Nur der Titel “Hätte ich dein Gesicht” von Frances Cha ist neu und auf den freue ich mich am meisten!

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