Rezension | Space Opera: Der metagalaktische Grand Prix von Catherynne M. Valente

Rezension | Space Opera: Der metagalaktische Grand Prix von Catherynne M. Valente Lesezeit: 3 Minuten

Um es gleich vorneweg zu sagen, das ist ein Buch, auf das man sich einlassen muss. Mich hatte es zwei Anläufe gekostet, bis ich dann das Hörbuch gefunden hatte und mit dem besser zurechtgekommen bin. Aber es ist auch mal eine andere Geschichte, wird wohl Anklang finden von Fans von Douglas Adams und Co.
Also wenn ihr Lust habt auf ein irsinniges galaktisches Weltraumabenteuer/Musikcontest, dann habt ihr genau das richtige Buch getroffen!

Der Eurovision Song Contest im Weltall: Vor knapp hundert Jahren hat sich die Galaxis entzweit – ein Krieg löschte beinahe sämtliches Leben aus. In der Folge erfand man eine gemeinschaftsbildende Tradition: etwas Schönes und Unterhaltsames, um den Frieden, die Liebe und das Leben zu feiern. Und so wurde der metagalaktische Grand Prix geboren, in dem alle empfindungsfähigen Zivilisationen friedlich gegeneinander antreten. Seitdem muss jede neue Spezies, die Mitglied der kosmischen Gemeinschaft werden will, an der Show teilnehmen. Das Ganze ist ein Riesenspaß, das Problem ist nur: Auf dem letzten Platz wartet die völlige Vernichtung – und die Aliens haben ganz eigene Vorstellungen davon, wer für die Erde antreten soll …
Auftritt: Decibel Jones, Glam-Rocker der Extra-Klasse, gewesener Rock’n’Roll-Messias und Fast-immer-noch-Berühmtheit. Zusammen mit seiner Band, den »Absolute Zeroes«, bekommt er die größte Bühne, die es je gab. Und nicht nur die Musikpresse ist der Ansicht: In unberufeneren Händen hat das Schicksal der Menschheit noch nie gelegen.

Am Anfang lernen wir Decibel Jones kennen und wie seine Karriere steil nach oben ging, um dann nur noch steil nach unten zu gehen. Genau er soll die Welt vor ihrer Zerstörung retten und das ist irrsinnig.
Genauso irrsinnig wie der Schreibstil von Frau Valente, die gerne mit einigen Kommas arbeitet, ihre Sätze verschachtelt und maßlos übertreibt.
Wohingegen die Handlung selbst, überschaubar ist, aber das drumherum! Das ist kunterbunt, gefährlich und voll von Glam, Glitzer und Rock. Man fühlt sich da wohl nicht ohne Grund an unseren Contest auf der Erde erinnert.

Für mich war es das erste Buch in dem Stil. Douglas Adams kenne ich, aber ich habe noch kein einziges Buch von ihm gelesen. Weswegen ich am Anfang leicht überfordert war von….naja eigentlich allem! Bis ich das Hörbuch gefunden hatte auf Spotify. Es mir anzuhören war da schon einfacher, um bei allem mitzukommen und ich fing an gefallen an dem Buch, bzw. Hörbuch zu finden.

Es ist schwer in Worte zu fassen, wie verrückt alles ist und manche Sätze sind so lang, dass sie eine eigene kleine Geschichte erzählen. Irgendwann habe ich auch aufgehört nach einem Sinn oder nach einer Logik zu suchen und habe mich einfach von der Geschichte berieseln lassen, so machte es am meisten Spaß. Und ich habe auch das Gefühl, so funktioniert das: Kopf ausschalten und genießen.
Auch hatte es mich zum nachdenken gebracht über den ESC selber, der hier auf die Schippe genommen wird und finde es grandios, wie sie das alles aufgearbeitet und in einen Science-Fiction Roman verwandelt hat.

Für mich war das schillernde, glamouröse, absurde Abenteuer von Decibel Jones was vollkommen Neues. Leider muss ich sagen, war es auch nicht so ganz meins, wobei als Hörbuch es schon viel besser funktionierte. Ich hatte durchaus gefallen gefunden an der abstrusen Geschichte und zeitweise meinen Spaß, doch einen zweiten Band möchte ich nun weniger Lesen. Es war gut für mich, da es neu und damit interessant war, aber jetzt habe ich die Erfahrung mit dem Stil gemacht und das reicht mir nun wieder auch.

Kurzum so etwas schräges war letztendlich doch nichts für mich, aber eine Erfahrung wert und ich kann es bedingt weiterempfehlen. Es hat seine guten Stellen, die mich wirklich interessiert hatten, doch da ich nicht so sehr auf vollkommen abgedrehte Geschichten zu stehen scheine, was ich nun genau weiß, bin ich damit fertig.
Wenn ihr Fans von schrägen, verrückten, irren und glamourösen Geschichten seid – dann bitte! Greift zu!

Das Buch bewerte ich mit:

Titel: Space Opera: Der metagalaktische Grand Prix | Autor: Catherynne M. Valente | Übersetzer: Kirsten Borchardt | Seiten: 352 Seiten | ISBN: 978-3596704446 | Link zum Verlag hier!

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2 Kommentare

  1. 3. November 2019 / 12:16

    Huhu =)
    Ich hatte das Buch auch vor einer Weile angefangen, aber relativ schnell wieder abgebrochen. Für mich ist es eine zu gewollte Kopie von Douglas Adams Per Anhalter durch die Galaxis, ohne dessen literaisches Genie auch nur ansatzweise imitieren zu können. Jeder Satz strahlt aus, dass die Autorin wirklich zwanghaft versucht Adams zu kopieren. Darauf hatte ich dann wirklich keine Lust, sich einen anderen Autor zum Vorbild nehmen ist das seine, seinen Stil auf Teufel komm raus zu imitieren eine andere =/

    Liebe Grüße, Sandra

    • Ani
      Autor
      17. November 2019 / 15:01

      Hi Sandra,

      das finde ich mal sehr interessant. Ich selber habe nämlich Douglas Adams noch nicht gelesen und war schon bisschen eingeschüchtert, wenn es genauso wirr ist. Aber das klingt danach, als würde ich wirklich was verpassen…werde mir die Bücher mal genauer ansehen.

      Viele liebe Grüße und danke für deinen Kommentar!

      Ani

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