Rezension | River of Violence von Tess Sharpe

Rezension | River of Violence von Tess Sharpe Lesezeit: 3 Minuten

Mit ihrem ersten Roman für eine Erwachsene Leserschaft konnte mich Tess Sharpe überzeugen. Ich war überrascht davon, dass mir das Buch gefällt, denn es ist nicht gerade mein Genre und gleich am Anfang hatte ich dann einen Drang immer weiter zu lesen und herauszubekommen, was passiert mit Harley? Was hat sie vor?

#workknifebalance

Harley ist acht, als sie ihrem Vater das erste Mal dabei zusieht, wie er einen Widersacher abknallt. Der Drogenbaron hat mehr Waffen geschmuggelt, mehr Meth gekocht, mehr Männer getötet, als irgendwer anders in der Gegend. Nun, da sie erwachsen ist, arbeitet Harley für ihn, stützt sein System und wird als seine Nachfolgerin gehandelt, obwohl sie den ewigen Kreislauf aus Mord, Leid und Rache hasst und durchbrechen möchte.

Gleichzeitig tritt die mächtige Springfield-Familie auf den Plan, Dukes größte Konkurrenz im Drogengeschäft, und inmitten dieses blutigen Revierkampes muss Harley sich entscheiden: Für die Familie, ihren Vater, das System – oder für ihr Leben und ihre Freiheit. (Quelle: Verlag)

Im Grunde ist das Buch ein Familiendrama rund um Harley Jean McKenna. Sie ist die einzige Tochter, des im North County gefürchteten Duke McKenna. Er regiert durch seinen Drogenhandel und anderen Kriminalitäten den Norden und als seine einzige Tochter, ist sie auch die Erbin seines Imperiums.
Durch den frühen Tod ihrer Mutter und ihrer gewalttätigen und kriminellen Familie, wächst sie so auf, wie sie es eben tut: voller Gewalt, Manipulation und Kriminalität.

Doch was tun, wenn man plötzlich alles in der Hand hat? Für was entscheidet man sich?

Denn eines ist von Anfang an klar, sie ist nicht die typische Heldin und wird es wohl auch nie sein. Harley ist trotzdem ein Charakter, der mir schrecklich gut gefallen hat. Sie zeigt Mut und Stärke, wo es nur geht und andererseits lernen wir auch ihre verletzliche Seite kennen. Für mich war sie ein greifbarer und authentischer Charakter.

Außerdem hat die Autorin ganz interessant die Gegenwart und Vergangenheit von Harley miteinander im Buch verknüpft.
Es ist so, dass die Kapitel damit anfangen, dass gesagt wird, wie alt sie gerade ist. Dadurch merkt man gleich ob man in der heutigen Zeit oder in der Vergangenheit ist, was sich mehr oder weniger abwechselt. Das geht so lange, bis wir mit den Kapiteln aus der Vergangenheit in der Gegenwart landen.
Zum einen steigt das die Spannung, wir sehen wie sich da langsam was zusammenbraut und verstehen die Gegenwart besser. Zum anderen lernt man Harley selbst immer besser kennen und verstehen.

Natürlich darf man nicht unerwähnt lassen, dass das Buch an manchen Stellen nicht ganz ohne ist. Wiederum passt die Gewalt, da die Welt von Harley eben auch nicht rosarot ist und manches ist einfach traurig. Aber das alles macht das Buch greifbar, die Charaktere authentisch und das ganze Setting drumherum ist gewaltig spannend.

Doch leider kommen wir hier nicht ganz ohne ein “aber” aus…
Aber ich war nur von dem ersten Drittel so schrecklich begeistert. Dann fing es nämlich an vorausschauend zu werden in ein paar Punkten und daher bekommt das Buch von mir keine volle Punktzahl.

Für wen ist RIVER OF VIOLENCE das richtige Buch?
Steht ihr auf Heldinnen mit einem Badass-Charakter? Wollt ihr mal ein neues Setting lesen? Braucht ihr was, dass euch einfach gut mitnimmt? Es darf mal weniger Romance sein? Spannung und Crime? Bei nur drei JAs muss es auf eure Wunschliste!

Das Buch bewerte ich mit:

Titel: River of Violence | Autor: Tess Sharpe | Übersetzung: Beate Schäfer | Originaltitel: Barbed Wire Heart | Erscheinungsdatum: | Seiten: | Verlag: bold – dtv verlagsgesellschaft | ISBN: 978-3423790451

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Danke an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

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