Rezension | Die Krone der Dunkelheit von Laura Kneidl

Rezension | Die Krone der Dunkelheit von Laura Kneidl

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar. 

Lesezeit: 4 Minuten

Als das Buch erschien hat es nicht gerade für wenig Furore gesorgt. Die Leser waren aus dem Häusschen, ein neues Buch von Kneidl und es hat auch gleich beim Leserpreis auf Lovelybooks gewonnen in der Kategorie Fantasy & Science Fiction (den zweiten Platz). Es ist ein Fantasyroman mit vielen unterschiedlichen Helden, als auch Wesen, Reichen und mit viel Konflikt! Klar, ich musste es lesen…wie kommt man an sowas vorbei?

Magie ist in Thobria, dem Land der Menschen, verboten – doch Prinzessin Freya wirkt sie trotzdem. Und das nicht ohne Grund. Vor Jahren wurde ihr Zwillingsbruder entführt und seitdem versucht Freya verzweifelt, ihn zu finden. Endlich verrät ihr ein Suchzauber, wo er sich aufhält: in Melidrian, dem sagenumwobenen Nachbarland, das von magischen Wesen und grausamen Kreaturen, den Elva, bewohnt wird.

Zur selben Zeit setzt die rebellische Ceylan alles daran bei den Wächtern aufgenommen zu werden, welche die Grenze zwischen Thobria und Melidrian schützen. Ihr gesamtes Dorf wurde einst von blutrünstigen Elva ausgelöscht, und Ceylan sehnt sich nicht nur nach Rache, sondern möchte auch um jeden Preis verhindern, dass so etwas noch einmal geschieht. Doch ihr Ungehorsam bringt sie bei den Wächtern immer wieder in Schwierigkeiten, bis sie schließlich bestraft wird: Sie soll als Repräsentantin an der Krönung des Fae-Prinzen teilnehmen. Dafür muss sie nach Melidrian reisen, in ein Land, in dem es vor Feinden nur so wimmelt.

Es ist ein Fantasygeschichte, wo Frauen im Vordergrund stehen. Einmal haben wir die Prinzessin Freya, die eher ein Charakter ist, der im Laufe der Handlung wächst und immer mehr Stärke zeigt. Dann haben wir noch Ceylan, die ist though. Ohne wenn und aber! Sie möchte den Wächtern beitreten, wobei da es nur so von Männern wimmelt…also dort gibt es gar keine Frauen. Die Männerdomäne schlechthin!
Es hat was einen Roman zu lesen, wo die Frauen im Vordergrund stehen und vielfältig auftreten, though ist nicht gleich though und die Männer im Buch…die sind zum schwärmen da.
Das sind richtige Kerle, wo Leserinnen das Herz aufgeht und man nimmt sich sie gerne als Bookboyfriend. Ich schreibe das gerade mit einem breiten Grinsen, wobei es für mich manchmal auch ein Moment des “Augen rollen” bedeutete.

Aber das Thema Romantik selbst wird hier nicht groß geschrieben, klar es knistert hier und da, aber so richtig zu einer Romanze kommt es nicht und das hat mir so auch gefallen.
Dafür haben wir viel Fantasy und keine zimperlichen Kämpfe oder Auseinandersetzungen, also eine Schippe härter als ich vom Klappentext erwartet hatte.

Die ganze Geschichte wird aus der Sicht von mehreren Personen beschrieben, zwei davon habe ich vorhin schon erwähnt, dazu kommt noch Larkin, ein Wächter, der im Kerker sitzt und Prinz Kheeran von Melidrian, der kurz vor seiner Krönung steht. Durch diese beiden Perspektiven (es gibt noch mehr) haben wir ein viel größeres Bild auf das ganze Geschehen und alle, wirklich alle sind irgendwie miteinander verwoben, was dem ganzen noch etwas Spannung gibt.

Auch das Worldbuilding ist der Autorin gut gelungen mit vielen eindrucksvollen Beschreibungen. Es handelt sich hierbei um eine eher klassische Fantasywelt mit “Elfen”, die hier als Seelie und Unseelie auftreten und es findet sich Magie unter den Menschen, als auch gefährliche Monster, die das Leben auf beiden Seiten bedrohen.
Das Reich Melidrian wurde sehr breit beschrieben, wie auch das Leben der Wächter an der Grenze und man findet sich schnell in dem Buch zurecht.
An der Stelle war es schön, interessant, aber manchmal fingen die vielen Eindrücke an mich etwas zu erdrücken.

Die Handlung wird gezogen von unseren vier Helden, aber auch andere Charaktere treten auf, die Einfluss nehmen und irgendwie konnte es mich einerseits packen: es passiert so einiges, sei es ein Kampf oder Intrigen oder Gefahren auf der Reise, aber anderseits konnten mich manche Enthüllungen nicht gerade schocken. Zum Teil konnte ich es erahnen in welche Richtung es jetzt geht und hatte dadurch ein paar Längen im Buch, aber es wurde durch das Ende wieder etwas gut gemacht.

Bei Die Krone der Dunkelheit handelt es sich um den Auftakt einer High-Fantasy-Trilogie, die ich den weiblichen Lesern ans Herz lege und den Fans von Sarah J. Maas. Mit einem leichten Schreibstil und viel Unterhaltung konnte mich das Buch immer wieder packen, nur hoffe ich im nächsten Teil auf was mehr “episches”, dass der High-Fantasy gerecht wird.

Das Buch bewerte ich mit:

Titel: Die Krone der Dunkelheit | Autor: Laura Kneidl | Reihe: Die Krone der Dunkelheit 1 von 3 | Verlag: Piper | Seiten: 640 Seiten | ISBN: 
978-3492705264 | Link zum Verlag hier.

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Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar. 

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