Rezension | Spiel der Macht von Marie Rutkoski

Rezension | Spiel der Macht von Marie Rutkoski
Es handelt sich hierbei um ein Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den Verlag für das Exemplar!
Lesezeit: 4 Minuten

Eine Liebesgeschichte, ein Krieg und eine versklavte Nation.
Nicht nur, dass sie ihn nicht lieben darf, im Hintergrund brodelt eine Rebellion und sie steht auf der falschen Seite! Wird es noch Hoffnung für sie beide geben oder wird er ihre Welt gänzlich zerstören?

Als Tochter des ranghöchsten Generals von Valoria hat die siebzehnjährige Kestrel nur zwei Möglichkeiten: der Armee beizutreten oder jung zu heiraten. Aber Kestrel hat fürs Kämpfen wenig übrig; für sie ist die Musik das kostbarste Gut. Einem plötzlichen Impuls folgend ersteigert sie den Sklaven Arin, der sie auf unerklärliche Weise fasziniert. Schon bald muss sie sich eingestehen, dass sie mehr für ihn empfindet, als sie sollte. Doch er hat ein Geheimnis – und der Preis, den sie schließlich für ihn zahlt, wird ihr Herz sein …

Erstmal ein riesen Lob für die Aufmachung des Buches!
Das Buch hat einen weichen Umschlag, mit einem wundervollen Cover und wenn man den Umschlag abnimmt haben wir hier keine einfarbige, langweilige Farbe, sondern Rosenblätter, passend zum Cover. Und es geht noch weiter, das Buch besitzt eine sehr schön und detaillierte Karte von dem Reich in rot und innen gibt es einen Dolch als Verzierung bei jeder Kapitelzahl. Ich bin ein Fan von solchen Details.

Es gibt viele begeisterte Stimmen dazu und jetzt komme ich hier daher und schiebe den ganzen einen Riegel davor. Aber ich denke, das klingt viel zu Ernst und wir fangen mal ganz vorne an, bei Kestrel.
Kestrel ist eigentlich Musikerin mit Leib und Seele und sie braucht die Musik, aber ihr Vater möchte sie viel lieber im Militär sehen und sie bekommt die Wahl: Heiraten oder Militär. Ihr Vater weiß ganz genau, wo die Stärken seiner Tochter liegen. Sie ist keine gute Kämpferin, ganz und gar nicht, aber eine gute Taktikerin, die alles und jeden schnell durchschaut. Genau diese Fähigkeit wird bei ihr im Buch immer hochgehalten und es gibt einige Momente, wo sie das auch unter Beweis stellt.
Einerseits war ich sehr positiv überrascht von ihr, sie ist besonders klug und stark, aber dieser Arin verdreht ihr ganz schön den Kopf. Andererseits hab ich auch viel mehr von ihr erwartet, wenn sie so gut darin ist alles zu durchschauen, warum hat sie nicht viel früher gemerkt was um sie herum geschieht? Darüber kann man sich natürlich streiten, aber widerspricht es ihr einfach nicht? Oder war die rosarote Brille schlichtweg daran Schuld?
Der Sklave Arin hat ein Geheimnis und besitzt einige versteckte Talente als Sklave, die er ihr langsam offenbart und seine Vergangenheit hat hier eine große Bedeutung, doch auch er ist sehr eingenommen von Kestrel, wenngleich er sich lange wehrt. Zusammengefasst haben wir hier zwei starke Charaktere, zwei Dickköpfe mit viel Potenzial und Verstand, aber die sind so ineinander verliebt, dass sie das Paradebeispiel für falsche Entscheidungen aus Liebe sind. Vier Augen hinter einer rosaroten Brille und ich denke, es sollte alles dramatisch rüber kommen, mich hat es aber leider nicht mitgenommen. Durch das ganze hin und her zwischen ihnen, blieb eine gewisse Tiefe am Charakter aus, als wäre dafür kein Platz mehr gewesen und das hat mich geärgert, weil Potenzial da war!

Was ich gut an dem Buch fand, waren die Ideen. Es wurde sehr vieles eingebaut und eine Welt geschaffen, die bereits erobert wurde und wir sehen die Lage von beiden Perspektiven. Wobei beide Seiten ihre Geschichte und ihre Fehler haben, was alles sehr interessant macht und nicht so durchsichtig. Die Autorin hat mit der Thematik Musik, die einen großen Stellenwert einnimmt, noch was eingebracht, das man selten in solchen Jugendbüchern findet. An der Stelle war es wieder auf seine Art besonders und hat mir gut gefallen. Auf jeden Fall der Anfang hatte mich gleich packen können, als Kestrel ihren Auftritt hat (sehr unterhaltsam!) und die Autorin schreibt flüssig, sodass ich mich schnell zurecht gefunden hatte und in der Geschichte drin war. 

Das Buch hat seine Stärken gehabt, die leider erst zum Ende wirklich strahlen konnten und da ist noch viel Potenzial offen für den zweiten Teil! Kestrel & Arin ist so eine Hassliebe für mich, im einzelnen mochte ich die beiden Charaktere, doch zusammen waren sie mir ein bisschen zu viel. Es ist noch fraglich für mich, ob ich es weiter lesen werde. Bis jetzt würde ich sagen, wenn ich wieder Lust habe auf eine romantische Geschichte, dann “Ja”, sonst müsste ich es noch überdenken. 
Eine gefühlvolle Liebesgeschichte zwischen zwei feindlichen Lagern mit viel Drama, Liebe und einem schönen, aber auch gefährlichen Setting!

Das Buch bewerte ich mit:

 

Titel: Spiel der Macht | Autor: Marie Rutkoski | Reihe: Die Schatten von Valoria 1 von 3 | Verlag: Carlsen | Erscheinungsdatum: 28. September | Seitenanzahl: 368 Seiten | Link zum Buch hier.

 

1
Teilen:
Es handelt sich hierbei um ein Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den Verlag für das Exemplar!

2 Kommentare

  1. 27. November 2018 / 10:51

    Schade, dass dich das Buch nicht so richtig überzeugen konnte. Mich konnte es tatsächlich richtig begeistern. Es gab eine Sache zwischen den beiden Protas, die mich etwas gestört und die mir echt nicht gut gefallen hat, aber ansonsten hat mich die Story regelrecht vom Hocker gerissen.

    Liebste Grüße
    Ivy

    • Ani
      Autor
      4. Dezember 2018 / 12:53

      Hi Ivy,
      es wollte einfach nicht! Ich kann auch verstehen, wo die guten Seiten an dem Buch waren, bei mir hat es nur nicht Klick gemacht. Bin gespannt auf deine Rezensionen zu den Folgebänden, werde das auf jeden Fall verfolgen.

      Viele liebe Grüße
      Ani

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.