Rezension | Lady Trents Memoiren: Der Wendekreis der Schlangen (2) von Marie Brennan

Rezension | Lady Trents Memoiren: Der Wendekreis der Schlangen (2) von Marie Brennan

Auf ein neues Abenteuer mit Lady Trent und die Reise um die Erforschung der Drachen geht weiter. Seit dabei, wie Lady Trent aus dem Nähkästchen plaudert und die Geschichte erzählt, wie sie zur Pionierin der Drachenforschung wurde als Frau in einer Männerdomäne!
Bei dem Buch handelt es sich um den zweiten Band einer fünfbändigen Reihe, die bei Cross Cult erscheint. Jeder Band erzählt die Geschichte einer Expedition!

Drei Jahre nach ihrer schicksalhaften Reise durch die abschreckenden Gebirge von Vystrana ignoriert Lady Trent gängige Konventionen und bricht zu einer Expedition auf, die sie auf den wilden, kriegszerrütteten Kontinent Erga führt. Dort liegt die Heimat solch exotischer Drachenarten wie die Grasschlangen der Savanne, Baumschlangen und die geheimnisvollste von allen, die legendären Sumpfwürmer der Tropen. (Quelle: Amazon)

Dieses Mal geht die Reise in tropische und heiße Gebiete und Lady Trent hat mit Natalie eine Gefährtin und verwandte Seele gefunden, die sie auf der Forschung begleitet. Jetzt ist sie nicht mehr alleine als Frau unter Männern unterwegs, aber das heißt nicht, dass es keine Schwierigkeiten gibt. Schon allein der Antritt der Reise verläuft nicht ganz reibungslos, wobei das im Nachhinein ihr kleinstes Problem war und auch wenn der zweite Band der Reihe gemächlicher verläuft, als Band 1, so haben wir hier wieder viel Handlung. 

In Der Wendekreis der Schlagen lernen wir ein neues Land kennen, verschiedene Kulturen und begleiten die Lady auf Abenteuer zwischen brenzligen Situationen und politischen Machtverhältnissen. Sie muss sich diesmal nicht nur als Frau durchsetzen in einem Land, wo ähnliche Sitten, wie in unserem osmanischen Reich während des Mittelalters herrschen, sondern auch zwischen politischen Mächten balancieren und sich mit wilden Völkern anfreunden, um den Dschungel zu überleben. 
Es ist wieder sehr interessant, auch die verschiedenen Kulturen kenne zu lernen, wobei es am Anfang ganz schön viel war, aber man kommt da gut rein und sieht mit Isabellas Augen, die neuen Drachen, spürt ihre Neugier und ihr Blick auf die anderen Sitten lässt mich nicht nur schmunzeln, sondern ist auch faszinierend. 

Mit Natalie hat die Autorin einen neuen starken weiblichen Charakter eingeführt, den man für die damalige Zeit als Feministin beschreiben kann. Sie ist nicht wie Lady Trent, auch wenn man es am Anfang annimmt, sie ist viel stiller und ruhiger, aber hat ebenso einen Dickkopf und das beschauliche Frauenleben im Salon mit Kindern ist nichts für sie. Ich mag es, dass die Autorin einen andere starke Person eingebaut hat, ohne dass die Protagonistin stark in den Hintergrund rückt und auch wenn sie sich ähneln, sind sie doch ganz unterschiedlich, was man im Laufe des Buches immer mehr merkt. 

Diese Expedition ist mit der im ersten Band nicht ganz vergleichbar, wo die erste Expedition noch beschaulich war, haben wir hier nun eine Vielzahl von Drachen und viele Probleme, sei es das Klima, die Menschen oder die Drachen. Es hat sich gut gesteigert und auch hier sind wieder Illustrationen drinnen von den Landschaften und Tieren. 
Das Buch liest sich wie ein Reisebericht und daher gibt es nicht DIE eine spannende Stelle, auf die alles geradewegs hinausläuft (teils-teils), sondern eher viele aufregende Stellen, die die Komplikationen der Reise mit sich bringen und der Stil ist flüssig, mit teilweise längeren anschaulichen Beschreibungen zu den Kulturen und Sitten, aber auch an den richtigen Stellen knapp, sodass ich mich nicht gelangweilt habe. 

Es hat was besonderes an sich, so einen fiktiven Reisebericht zu lesen und das von einer Frau, die “heue” zu den berühmtesten und wichtigsten Drachenforschern gehört. Sie ist gerne mal direkt in ihrem Buch, nimmt sich selbst nicht als Allwissend und reflektiert auch ihre Handlungen, denn im Nachhinein ist man immer schlauer und das weiß Isabella nur zu gut!

Wer gerne was Neues aus der Fantasy ausprobieren möchte, dem rate ich einen Reisebericht von Lady Trent zu lesen um zu erfahren, was wahre Abenteuer und Leidenschaft bedeutet! 

Das Buch bewerte ich mit:

Link zum Verlag hier.

LESEPROBE

 

 

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2 Kommentare

  1. 25. September 2018 / 6:50

    Guten Morgen Ani,

    eine sehr schöne Rezension! Und auch, wenn es nun Band zwei war, fühle ich mich nicht gespoilert, sondern bin wirklich neugierig auf die Reihe und werde Band eins mal auf meine Wunschliste setzen. Dankeschön!

    Mich interessiert dabei vor allem die Darstellung der anderen Kulturen. Ich liebe sowas ja und hier klingt es nach einem guten Verhältnis zwischen Kultur und Action. Ich bin schon sehr gespannt. 🙂

    Liebe Grüße und einen schönen Tag!
    Denise

    • Ani
      Autor
      27. September 2018 / 22:20

      Hey Denise,

      danke dir. :*
      Ja, ich versuche nie zu spoilern, weil ich es selber sehr sehr arg hasse. Manchmal lasse ich auch gerne ganze Charaktere etc. in Rezensionen weg, damit man es selber entdecken kann oder gebe nur einen Hinweis auf etwas. Ich selber lese oft Bücher ohne den Klappentext zu kennen, weil ich mir selbst der oft zu viel ist….ja, dass ich vielleicht schon etwas übertrieben von mir.

      Also die Reihe ist ein sehr interessanter Lesebericht, wobei der erste Band noch sehr leicht ist, wenn man es mit der Expedition von Band 2 vergleicht! Auf jeden Fall ist es ein Mix aus Jane Austen und Drachen in freier Wildbahn. Hat was! 😉

      Wünsche dir dann schon mal viel Spaß mit dem Buch und freue mich, wenn du berichtest!

      Liebe Grüße und danke für deinen Kommentar!
      Ani

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