Fantasy High Fantasy Jugendbuch

Rezension | Die schwarze Zauberin von Laurie Forest

Die 17-jährige Gardnerierin Elloren ist die Enkelin der schwarzen Zauberin, der letzten großen Hexe ihres Volkes. Obwohl sie ihr sehr ähnlich sieht, spürt sie keine magischen Kräfte in sich. Ein Traum wird wahr, als sie dennoch auf die berühmte magische Universität gehen und das Handwerk der Apothekerin erlernen darf. Doch dort lernen auch Elben, gestaltwandelnde Lykaner und geflügelte Icarale – die Erzfeinde der Gardnerier. Und als das Böse aufzieht, bleibt Elloren keine andere Wahl, als ausgerechnet denjenigen zu vertrauen, die sie für die schlimmsten Verräter gehalten hat.

Mit diesen Debütroman hat die Autorin Laurie Forest es geschafft mich in eine High Fantasy Welt zu entführen, die etwas an die Regency Zeit erinnert. Flora und Faune, Religion und Weltgeschichte sind hier neu entworfen worden und es gibt einige Rassen, die im Clinch miteinander stehen. Es ist ein permanenter Machtkampf, bei dem die Menschen durch ihre magischen Fähigkeiten gerade die Oberhand besitzen. Aber wie lange noch? 
Das Buch hat mich so mitgerissen, dass ich die ersten 300 Seiten an einem Stück gelesen habe, von kleinen Pausen mal abgesehen und es gibt einige Gründe dafür, warum ich mich so gut vertiefen konnte.

Eine scharfe Energie durchzuckt mich und reißt mich aus dem lähmenden Nebel der Angst, als der Icaral auf mich zukommt. (…) Als ich unten auf den Boden springe und mir dabei den Knöchel verdrehe, überkommt mich eine glasklare Erkenntnis, und mir wird schlecht. Ich bin nirgends in Sicherheit.

 

  1. Elloren
    Sie ist die zentrale Person, wächst sehr behütet auf und steht plötzlich vor einem ganz anderen und aufregenden Leben. Am Anfang braucht sie noch Zeit sich zu entwickeln, ihren Weg zu finden, wodurch sie an meiner Geduld gezerrt hat. Aber sie kriegt sich schnell ein und wird zu einer stärkeren Persönlichkeit, die ihre Meinung vertritt. 
  2. Völker
    Das ist nächste große Thema in dem Buch. Es gibt hier ein paar unterschiedliche Rassen, wie Lykaner, Elben und Icarale und die Autorin schildert jede Kultur und Sichtweisen nachvollziehbar. Es ist an der Stelle unheimlich interessant, weil auch sehr viele Konflikte und Vorurteile aufkommen mit denen alle zu kämpfen haben. 
  3. Universität
    Eine Universität als Setting? Wer liebt das nicht?! Es hat so eine richtige Internats-Atmosphäre, da die Studenten auf dem Campus leben und das Interessanteste ist, dass die Universität sich darum bemüht die Wohngemeinschaften in Bezug auf die Rassen bunt zu gestalten für Integration und Verständnis. Natürlich läuft das oftmals nicht wirklich gut. 
  4. Themen
    Im Mittelpunkt stehen einige ernstere Themen, wie Rassismus, Mobbing, Slaverei und Patriachismus. Besonders der letzte Punkt führt zu Zerissenheiten bei Elloren, da sie so abseits und anders aufgewachsen ist, empfindet sie keinen Hass oder Überlegenheit den anderen Völkern gegenüber. 
  5. Welt
    Wie bereits erwähnt, erinnert mich es an die Regency Zeit mit Kleidungsregeln, Mode und Bällen. Es herrscht ein Klassendenken, sittsames Verhalten und gesellschaftliche Normen, die eingehalten werden müssen. Dann gibt es noch die Magie, die verschiedene Formen annehmen kann und deren Stärke in unterschiedliche Ränge geteilt wird. Besonders interessant empfand ich die Historie des Reiches und bei jedem Volk sind die Erzählungen über die Vergangenheit unterschiedlich. 

Die Autorin hat nicht nur viel eingebaut und eine weitreichende Welt gesponnen, sondern die Charakter alle sehr detailliert und tiefgehend wiedergegeben, sodass ich mich so richtig gut vertiefen konnte. Ihre Welt ist durchdacht und es gibt vieles zu entdecken, auch ihre Sprache hat mir unglaublich gut gefallen. Weiter werde ich auf die Handlung jetzt nicht eingehen, denn das Buch hat mich so sehr überrascht und gepackt, weil ich nichts von dem wusste, was es bereithält. 

Noch ein Wort zur Aufmachung des Buches. Der Umschlag ist aus glatten Papier, darunter ist ein gebundenes Buch mit Lesebändchen. Zu Beginn und am Ende gibt es eine Karte des Kontinents, auf dem wir uns befinden, wo die Städte, Länder, Universitäten und Militärbasen eingezeichnet wurden. 

Mit ihrer komplexen Geschichte und vielschichtigen Charakteren hat mich Laurie Forest wirklich überrascht und begeistert. Das Buch hat einen sehr hohen Unterhaltungs- und Spannungswert, sodass man sich schwer losreisen kann. Zum Ende hin wurde leider nicht das ganze Potenzial ausgeschöpft und mir fehlte einfach “mehr” an ein paar Stellen um es zu meinem Highlight des Jahres zu machen. 

Das Buch bewerte ich mit:

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