SciFi Space Opera Wellenrauschen

Rezension | Die Krone der Sterne: Hexenmacht von Kai Meyer

In jenen Tagen strahlten die Sterne heller. Könige herrschten über Sonnen, Adelshäuser regierten wie Götter im All. Wo Leidenschaften entbrannten, wurden gewaltige Schlachten geschlagen. Zivilisationen vergingen, Welten zerbrachen, Gestirne zerstoben zu Sternenstaub.
Am Ende des bekannten Universums, auf der Hexenwelt Empedeum, sucht der Orden der Gottkaiserin nach einem Zugang zum Pilgerkorridor, einer uralten Sternenstraße, von der keiner ahnt, wohin sie führt – oder was sich auf ihr nähert. In ihrer Verblendung rufen die Hexen ihren Götzen an, das Schwarze Loch Kamastraka, und ahnen nicht, welches Unheil sie damit heraufbeschwören.
Derweil sind Iniza und Glanis dem Orden entkommen und leben mit ihrer neugeborenen Tochter unter Piraten auf dem Planeten Noa. Doch auch dort sind sie alles andere als sicher: Verrat und Entführung, Hinterhalte und Meuchelmorde führen auf die Spur eines Komplotts, das einen galaktischen Krieg entfachen soll.
Um das Leben des Kindes zu retten, nimmt Iniza mit ihren Gefährten den Kampf auf – auch wenn das den Untergang ganzer Welten bedeutet.

Bei diesen Buch handelt es sich um den zweiten Teil einer Space Opera Trilogie von Kai Meyer. Zu Beginn des Buches gibt es einen langen Prolog, der die Ereignisse aus dem ersten Band komplett zusammenfasst, d.h. auch Neueinsteiger können das Buch zur Hand nehmen und für alle anderen ist es eine gute Auffrischung.
Es ist etwas Zeit vergangen und Iniza hat bereits ihre Tochter Tanys zur Welt gebracht, die jetzt nun 6 Monate alt ist. Sie sind immer noch auf dem Piratenplaneten und sie möchten am liebsten runter vom dem Planeten. Auch ihr Onkel hat einige Pläne und als Handrath es gelingt zu fliehen, bricht eine lange Reihe von Ereignissen los.

Wir treffen alle Charaktere aus dem ersten Band wieder und ein paar Neue kommen auch hinzu. Unter all den Personen ist mir Glanis am meisten aufgefallen, ich finde er hat sich stark verändert und ist weiter gewachsen, die anderen Personen verblassen dagegen. Das ist jetzt kein negativer Punkt, manche Charaktere müssen sich nicht zwingend weiter entwickeln oder verändern.
Shara und Kranit haben sich gut miteinander angefreundet, ich denke das liegt daran, dass sie schwer den Piraten auf dem Planeten vertrauen können und führen gemeinsam Aufträge für Fael durch. Natürlich läuft es an der Stelle nicht immer ganz glatt ab für die beiden.

In diesem Band dreht es sich viel um die STILLE, als auch um die Hexen – in der Hinsicht passiert sehr viel und die Gruppe wird in die Ereignisse verstrickt. Auch von Shara und Kranit erfahren wir in diesem Band viel über ihre Vergangenheit und an sich kommen viele Dinge ans Licht. Wobei mir noch schwer fällt das alles irgendwie unterzuordnen, ich denke der dritte Band wird mit einer Überraschung nach der anderen kommen.

Sonst läuft alles richtig rasant und mit vieler Action ab. Es sind deutlich mehr kämpferische Szenen als im ersten Band und das hat mich irgendwie gestört. Klar, wir befinden uns im Kampf und es wird chaotisch, aber was ist mit der Beziehung zwischen Iniza und Gladis? Oder was ist mit den Gefühlen von anderen Personen? Solche Dinge kamen, meiner Meinung nach, zu kurz und ich hab mir mehr Infos zu den Hintergründen und den Welten gewünscht.

Mit “Die Krone der Sterne: Hexenmacht” hat der Autor einen spannenden zweiten Band geliefert, der Fragen aufwirft und auch beantwortet. Das Zwischenmenschliche hat mir aber leider gefehlt, daher ein kleiner Abzug.

Das Buch bewerte ich mit:

2
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