Rezension zu Paper Girls von Vaughan, Chiang, Wilson und Fletcher


Bei den PAPER GIRLS handelt es sich um vier Mädchen, die in einem amerikanischen Vorort im Jahre 1988, ausgestattet mit Walkie-Talkies. Tageszeitungen an Haushalte ausliefern. Wie es sich für selbstbewusste Teenie-Mädels gehört, möchten sie eines dieser Walkie-Talkies natürlich wieder zurückerobern, als esihnen ausgerechnet in der Nacht nach Halloween von einer mysteriösen Gestalt entwendet wird. Doch schon bald müssen sie feststellen, dass in ihrer Kleinstadt Dinge vor sich gehen, die ihre bis dahin bekannte Vorstellungskraft weit übersteigt.


Wer gerne Graphic Novels liest, oder eben Comics, der muss bereits von Saga gehört haben. Wie auch nicht? Es ist unglaublich.
Nun liefert Vaughan eine so ganz andere Geschichte mit "Paper Girls", wobei wir immer noch SciFi haben.

Es geht um vier Mädchen, die Zeitungen im Morgengrauen verteilen und nicht gerade Freunde sind. Sie sind alle recht verschieden und werden durch die Ereignisse an diesem einem besonderen Morgen, dem Höllenmorgen nach Halloween, zusammengebracht.
In der Kleinstadt ist was los. Wo sind alle Menschen hin? Was sind das für merkwürdig vermummte Gestalten? Und ganz wichtig: Haben die Mädchen eine Kapsel aus dem Weltall gefunden?

Auf den ersten Blick klingt die Geschichte leicht durchschaubar, aber es passieren viele unerwartete Dinge, als auch Begegnungen und Wendungen, sodass man am Ende recht ahnungslos ist und es kaum abwarten kann den zweiten Teil in den Händen zu halten.


Eine Sache die ich immer an den Comics von Vaughan liebe ist, dass die Charaktere sich real anfühlen. Es sind keine Idealisten oder ausgemachte Helden, es sind, in diesem Fall, verschreckte, aber tapfere Mädchen, die auch gerne mal fluchen.
Die Dialoge lesen sich spannend und manchmal mit einem schmunzeln. Die Story wiederum hinterlässt am Ende viele ungeklärte Fragen.


Im ersten Band wird man, wie die Mädchen, ins kalte Wasser geworfen. Es gibt ein paar Andeutungen und Erklärungen im Laufe der Handlung, wodurch man eine Ahnung bekommt, um was es gehen könnte. Manche könnten es als holprig sehen, für mich ist es wie eine Entdeckungsreise!


Abgesehen davon hat die Geschichte viel Potenzial. Dinosaurier, Zeitreise, Apple, Generationskampf? Und es ist noch nicht so gut absehbar in welche Richtung sie geht, was ich für meinen Teil, sehr aufregend finde und mitunter ein Grund sein wird es weiter zu lesen.


Der Zeichenstil hier ist in erster Linie: bunt.
Chiang und Wilson verstehen es gut Vaughans Geschichte zu verpacken. Auch wenn es merkwürdig an der Stelle klingt: es harmoniert. Hier wird viel mit Farbe gespielt und das passt einfach zu der 80er Jahre Story, die einem genauso verwirrend, aber aufregend vorkommt.


Zum Schluss lässt sich sagen, es ist mysteriös, unklar, aber aufregend und macht Spaß es zu lesen! Ich erwarte in Zukunft noch so einiges von der Story und werde euch auf dem Laufenden halten.




Titel: Paper Girls
Reihe: Paper Girls (1)
Genre: SciFi
Autor: Brian K. Vaughan
Zeichnungen: Cliff Chiang
Farben: Matt Wilson
Übersetzung: Sarah Weissbeck





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