Rezension zu Rauklands Sohn von Jordis Lank


Ronan ist Sohn des Königs von Raukland. Sein Vater ist der mächtigste Herrscher im Nordmeer: ein machtgieriger Mann, der sein Land von einem Krieg in den anderen führt. Ronan hat nie gelernt, das infrage zu stellen: Freundschaften sind ihm unbekannt und die einzige Liebe, die er kennt, gilt seinem Schwert. Doch dann fällt Ronan in Ungnade und wird auf die nordische Insel Lannoch verbannt. Das Eiland muss er einnehmen oder er verliert den Thron. Mit Waffengewalt ist das aussichtslos: Ronan braucht nicht nur einen Freund an seiner Seite, er muss auch die Achtung der Prinzessin von Lannoch gewinnen. Wie man das anstellt, kam in seinem Schwerttraining jedoch nicht vor.

"Der Fremde, der in sein Land gedrungen war, wie ein Splitter, der unter die Haut fährt." - S. 25

Am Anfang des Buches hat mich die Brutalität von Ronans Vater, der König von Raukland, sehr überrascht. Es war bildlich beschrieben wurden und ich habe gleich um den Jungen gebant, den ich gerade erst kennen gelernt habe!
Ronan hat es nicht einfach unter seinem Vater und als Erbe von Raukland, wiederum kennt er nichts anderes und sieht keine Fehler, Unrecht oder unnötige Brutalität darin. Es ist für ihn Alltag, eine normale Sache und daher ist die einzige Liebe die er kennt, die Liebe zu seinem Schwert.

Als er auf Lannoch ankommt gerät Ronan an eine ganze Gemeinschaft von rechtsschaffenden Menschen, die ihn und seinen Vater als das sehen was sie sind, Barabaren, schlicht und weg brutal. Aber ist Ronan genau so? Ist schon alles bei ihm verloren?
An sich ist er ein starker, kämpferischer Charakter, der sich viel lieber in eine Sache alleine stürzt, als Hilfe zu suchen.

Im Laufe der Geschichte muss der Junge sich immer wieder dem Volk von Lannoch und seinem König gegenüber beweisen und er durchlebt eine langsame Wandlung. 
Es ist sehr spannend ihn dabei zu verfolgen, wie er die verschiedenen Aufgaben vom König Merin von Lannoch bewältigt, eine davon ist einen Freund zu finden. Klingt doch gar nicht so schwer, oder? Nur hatte er noch nie in seinem Leben einen Freund. 

"Wenn sie schlief, sah sie aus, als würde sie lächeln. Als gebe es nichts Dunkles, das sich in ihre Träume drängte." - S. 160

Die Autorin, Jordis Lank, schreibt einerseits einfach, anderseits kann man sich alles gut vorstellen und die Spannung steigt stetig nach oben, wobei es noch Überraschungen gibt, aber auch interessante Ereignisse, sodass ich mich nie gelangweilt habe. 
Auch die Kampfszenen sind gut beschrieben und aufregend zu lesen und auch sonst ließt sich die Geschichte von Ronan und seinen Abenteuern flüssig.

"Die Kälte drang durch die Mauerritzen und kroch durch die dicksten Kleidungsschichten. Auf den Wegen gefror der Matsch zu bizarren Rillen und Furchen und die dicke Reifschicht, die jeden Grashalm umschloss, verwandelte die Wiesenflächen der Insel in silberne Seen." - S. 198 

Der Start der Raukland Trilogie kann ich jedem Fan von Abenteuern empfehlen, die Lust haben auf eine Geschichte mit liebenswürdigen Charakteren und spannenden Ereignissen. Es lässt einen kurz die Luft anhalten, schmunzeln und bangen.

Außerdem ist es ein Roman, der nicht nur jüngeren Lesern Freude bereiten kann!

Und einer der wichtigsten Punkte: Alle drei Bände der Reihe sind bereits erschienen!



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