Rezension zu Open Minds - Gefährliche Gedanken von Susan Kaye Quinn

Mittwoch, 15. Februar 2017

Titel: Open Minds - Gefährliche Gedanken
Reihe: Mindjack
Autor: Susan Kaye Quinn
Genre: Dystopie / Jugendroman / SiFi
Seiten: 326 Seiten
ISBN: 978-1497408555

Inhalt: Wenn jeder Gedanken liest, kann ein Geheimnis eine gefährliche Sache sein. Die sechzehnjährige Kira Moore ist eine Null, jemand der weder Gedanken lesen, noch von anderen gelesen werden kann. Nullen sind Außenseiter denen man nicht vertrauen kann, weswegen sie auch keine Chancen bei Raf hat, einem normalen Gedankenleser und ihr bester Freund, in den sie heimlich verliebt ist. Als sie aus Versehen die Kontrolle über Rafs Verstand übernimmt und ihn dadurch beinahe umbringt, versucht Kira ihre unheimliche, neue Fähigkeit vor ihrer Familie und dem zunehmend misstrauischer werdenden Raf zu verbergen. Aber sie verstrickt sich in ihren Lügen und wird immer tiefer in eine geheime Unterwelt voller Gedankenkontrollierer gezogen. Den Verstand all derer zu kontrollieren, die ihr am Herzen liegen, ist dabei nur eine von vielen gefährlichen Entscheidungen, die noch vor ihr liegen
"Das Tauwasser der letzten Nacht stieg dampfend von der Straße auf und als ich an der Schule ankam, war mein T-Shirt klamm. Schüler liefen in synchronisierten Gruppen durch die Pausenhalle und wehten an mir vorbei, nicht wissend was für eine Gefahr direkt neben ihnen stand." - S. 54

Einerseits haben wir hier eine Jugenddystopie, die wir von den Zügen her alle irgendwie kennen - die Protagonistin, auch Außenseiterin, lebt in einer modernen Zukunftswelt und besitzt eine Fähigkeit, die sie nicht haben darf.
So viel ist klar.
Nur ist diese besagte Fähigkeit Gedankenkontrolle, in einer Welt wo die Kommunikation über Gedanken geht, da sie jeder Lesen kann, außer die Nullen in der Gesellschaft, wie die 16-jährige Kira Moore.

Alle um sie herum sind bereits Leser und auch sie hofft, dass sich diese Fähigkeit bei ihr endlich entfaltet und sie wie alle anderen wird, aber auch einfach dazugehört. Mit ihrer Gedankenkontrolle kann sie es schaffen vorzugeben ein normales Mädchen zu sein und sie ist nicht alleine mit dieser Kraft...

Von Kira war ich positiv überrascht gewesen, da sie ein bodenständiger Charakter ist und auch in Liebesbeziehugen sich nicht überrumpeln lässt. Sie ist hin und her gerissen von der Welt der Leser und der Gedankenkontrollierer, wobei sie nur versucht einen Platz zu finden.
Ihre Art war mir von Anfang bis zum Schluss sympathisch gewesen, auch wenn sie naiv ist - man kann einfach mit 16 nicht erwarten, dass sie sich wie Mitte 20 + verhält.
Und da es aus der Sicht von ihr erzählt wird kann man Kira leicht verstehen.
Die Autorin hat sehr interessant die Welt um das Gedankenlesen gesponnen, wie Intimität abläuft oder wie man betrunken sein kann ohne zu trinken. Mit ihrem schnellen, aber flüssigen Schreibstil hat mich die Geschichte letztendlich überzeugt, denn es ist einfach spannend und man ist schnell im Roman drinnen.

Das Buch empfehle ich jungen Lesern, die gerne mal eine etwas andere Dystopie lesen möchten in der es neben Gefahr, auch um Vertrauen, Liebe und Freundschaft geht.


Liebe Grüße,
eure Ani!

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