Rezension zu Die Krone der Sterne von Kai Meyer

Das galaktische Reich von Tiamande wird von der allmächtigen Gottkaiserin und ihrem Hexenorden beherrscht. Regelmäßig werden ihr Mädchen von fernen Planeten als Bräute zugeführt. Niemand weiß, was mit ihnen geschieht.
Als die Wahl auf die junge Adelige Iniza fällt, soll sie an Bord einer Weltraumkathedrale auf die Thronwelt gebracht werden. Ihr heimlicher Geliebter Glanis, der desillusionierte Kopfgeldjäger Kranit und die Alleshändlerin Shara Bitterstern tun alles, um den Plan der Hexen zu vereiteln. Im Laserfeuer gewaltiger Raumschiffe kämpfen sie um ihre Zukunft – und gegen eine kosmische Bedrohung, die selbst die Sternenmagie der Gottkaiserin in den Schatten stellt.

Autoren probieren sich gerne oft in neuen Genres aus und auch Kai Meyer ist dafür bekannt nicht nur Fantasy zu schreiben. Hierbei handelt es sich um seinen ersten Roman der in einer SciFi Welt spielt und eine "Space Opera" ist. Außerdem ist es das erste Buch, dass ich von ihm gelesen habe und es wird nicht mein Letztes sein.

Meine ersten Worten gelten der unglaublich schönen Aufmachung des Buches. Das Cover sticht regelrecht hervor, durch das dunkle glänzende Gold und am Anfang und Ende des Buches finden sich einige wunderbare, aber auch hilfreiche Illustrationen zum Roman. Auch der Buchrücken wurde liebevoll gestaltet und fällt im Regal richtig auf.

"In den Gardequatieren und Tavernen erzählt man sich, dass jeder Zopf seines Bartes für ein System stand, in dem ihm die Todesstrafe drohte. Dreizehn, hatte es geheißen, vielleicht weil es eine klangvolle Zahl war. In Wirklichkeit waren es wohl weit mehr." - S. 29

Auf dem ersten Blick scheint das Buch relativ dick zu sein mit seinen fast 500 Seiten und vielen Namen, von Personen, Systemen und Reichen, aber durch den Schreibstil und der gehäuften Action hat man es im Nu fertig. Es ließt sich rasant und der Stil des Autors hat mich gefesselt, auch wenn er interessant und gut beschreibt, waren die Illustrationen hilfreich gewesen und ohne sie hätte ich es mir nicht so vorgestellt.

Wir finden uns in einem komplexen Universum wieder, das zurzeit unter der Herrschaft des Hexenordens steht, deren Gottkaiserin zu dem schwarzen Loch Kamastraka spricht und niemand weiß so recht was sie tun und was sie alles tun können.
Eins steht fest, man widersetzt sich ihnen nicht, aber Iniza, die keine Braut des Ordens sein will, flieht.

"Vermutlich vereinfachte er die Angelegenheiten beträchtlich, doch im Augenblick hatte sie andere Prioritäten. Nicht zu sterben. Nicht wahnsinnig zu werden vor Angst um Glanis. Nicht in ihren Helm zu kotzen." - S. 37

Iniza hat mich am Anfang nicht gerade umgehauen, aber mit der Zeit bewies sie sich immer mehr und auch ihr Partner Glanis kommt mit der Zeit mehr aus sich heraus.
An sich gibt es viele spannende Charaktere, ein ganzes Team, dass sich aus Überlebensgründen zusammenschließt. So stößt zu Iniza und Glanis einmal Kranit hinzu, der letzte Waffenmeister von Amun - berühmt und berüchtigt. Ein Charakter zwischen grießgrämig und Haudegen, den man einfach mögen muss. Dann treffen wir noch recht schnell Shara, eine Alleshändlerin deren Geschichte näher beleuchtet wird und auch ein ziemlich tougher Charakter ist.
Natürlich läuft in so einem Team nicht alles rund und neben der Spannung, die von der Flucht aufkommt, gibt es noch Spannungen in der Gruppe.
Und ihr letztes Teammitglied ist Muse, eine Maschine. Aber wollten die Maschinen nicht die Menschheit vernichten?

Der Autor schreibt flüssig, aufregend und schaffte es mich mit jedem Kapitel mehr mitzureißen. Wären andere Sachen, wie Essen und Schlafen, nicht dazwischen gekommen, hätte ich es in einem Zug gelesen.

"Iniza kam zu dem Schluss, dass die Alleshändlerin eine weibliche Wiedergängerin des mürrischen Waffenmeisters war und auf ihre Art wohl ebenso gefährlich." - S. 119


Galaktische Sprünge durchs Weltall, ein Kampf der mit Blastern ausgeführt wird, Piraterie im All und noch viel mehr actionreiche Elemente erwarten einen in "Die Krone der Sterne" - aber es ist auch eine Story, die zum Ende hin tiefer wird und mich stark überrascht hat.
Der zweite Band wird definitiv beim Erscheinen gleich seinen Weg zu mir finden!



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