Rezension zu "Die schwarzen Rosen von Versailles" von Asmodina Tear

Samstag, 3. Dezember 2016

Titel: Die schwarzen Rosen von Versailles
Reihe: Rosen-Reihe (1)
Autor: Asmodina Tear
Genre: Fantasy
Seiten: ca. 260 Seiten
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform

Inhalt: Frankreich, 1785: Als der Thronfolger Louis Charles geboren wird, ahnt noch niemand, dass das Schicksal soviel mehr für ihn bereit hält als die Schrecken der Revolution. Mit seiner Gouvernante Jasmine verlebt er unbeschwerte Jahre, bis er von einer akuten Rachitiserkrankung befallen wird. Marie Antoinette, die bereits ein Kind durch diese Krankheit verlor, flüchtet sich auf Bälle. Dort lernt sie den Vampir Agato kennen, der Louis durch sein Blut rettet, jedoch den Sturz der Monarchie nicht mehr verhindern kann. Nach der gescheiterten Flucht der königlichen Familie bringt er Louis und seine Schwester nach Belgien, wo sich das Dienstmädchen Sarah ihrer annimmt. Louis’ Herz verbittert, als er, auf eigenen Wunsch, heimlich nach Frankreich zurückkehrt und dort die Hinrichtung seiner Eltern erleben muss. Er schwört blutige Rache. Zögernd gibt Agato Louis’ Wunsch nach, ein Vampir zu werden, während gleichzeitig ungeahnte Gefühle für Sarah zum Vorschein kommen. Nun muss Louis sich entscheiden: Liebe oder Rache? Welches Blut schmeckt besser?

In diesem Roman befinden wir uns in der Zeit kurz vor der Revolution in Frankreich und lernen neben Marie Antoinette ihre Kinder, Louis und seine Schwester Marie Thérèse kennen. Sie ist in der Krise und lernt den verführerischen Vampir Agato kennen, der sehr angetan ist vom edlen Duft ihres Blutes. Es ist eine zarte Freundschaft zwischen den Beiden und er versucht so weit wie möglich der Königin und ihren Kindern zu helfen.
Und ab da beginnt die Geschichte ins Rollen zu kommen, als er Louis und seiner Schwester hilft.

Die Autorin stellt Marie Antoinette als liebende Mutter dar, die Fehler gemacht hat und nicht als die verschwenderische, ignorante Frau, wie sie so oft bezeichnet wird. Es war interessant aus ihrer Sicht die Geschehnisse zu betrachten und ihren Gedanken zu lauschen, abgesehen davon auch nachvollziehbar. 
Agato ist ein sehr typischer Vampir, der sich mehr für Blut interessiert als Menschen und eine feste Vorstellung hat vom Leben als Vampir. Dazu gehört auch, dass man keine tiefe Verbindungen zu Menschen pflegt. Er ist ein düsterer, verführerischer Charakter, der mir sehr gut gefallen hat und eine Abwechselung zu den stereotypischen Vampiren aus reinen romantasy Romanen war.
Louis ist ein talentierter Junge, der durch Agatos Hilfe erblüht, aber zum Leidwesen des Vampirs besitzt der Junge noch eine tiefe Verbundenheit zu den Menschen, als auch ein Rachegefühl, dass ihn zu folgenschweren Entscheidungen bringt.
Aus seinem Charakter wurde ich anfangs nicht schlau, weil ich ihn für sehr klug, aber hilflos hielt. Doch im Laufe der Geschichte entwickelt er sich in eine ganz andere Richtung, als ich erwartet hätte und das hat mich im positiven überrascht.

Der Anfang des Romans war ruhig gewesen mit einem düsteren Unterton und die Spannung stieg langsam, aber kontinuierlich nach oben. Somit wurde die Geschichte immer wieder aufregend und es war angenehm zu lesen. Es finden sich viele Beschreibungen von Kleidern wieder, die einen guten Einblick in die damalige Zeit bringen und mir immer wieder ein schönes Bild von berauschenden Festen mit pompösen Kleidern brachte. 

Dieser Roman ist für jeden Fan von klassischen Vampirromanen a lá Anne Rice und entführte mich für kurze Zeit in eine Welt mit Bällen, sagenhaft schönen Kleidern und düsteren Vampiren. Es war ein interessanter Mix aus Vampir-Fantasy und historischen Elementen mit schillernden Charakteren!

Liebe Grüße.
eure Ani!

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