Rezension zu Black Dagger - Phury & Cormia von J.R. Ward


Um der unglücklichen Liebe zu Bella, der Frau seines Zwillingsbruders, zu entkommen, hat der Vampirkrieger Phury es auf sich genommen, der Primal der Vampire zu werden. Als er bei seiner Amtseinführung der wunderschönen Auserwählten Cormia begegnet, hofft er, Bella endlich vergessen zu können. Doch Cormia zweifelt an Phurys Aufrichtigkeit, und schließlich muss er etwas tun, woran er in seinem ganzen zweihundertjährigen Leben noch nie gedacht hat: um eine Frau kämpfen!

Bei dem Buch, welches ich gelesen habe, handelt es sich um die Neuauflage der Black Dagger Romane aus dem Heyne Verlag. Dieser Band beinhaltet die bereits erschienenen Bücher "Blutlinie" und "Vampirträume".


In Mittelpunkt steht das Paar Phury & Cormia. Er ist ein Bruder der Black Dagger und der Primal der Vampire, d.h. er ist maßgebend für den Fortbestand der Vampire zuständig und soll den Auserwählten ein Kind gewähren. Eine dieser Auserwählten, mit denen er als Erstes schlafen soll ist Cormia, aber es kommt natürlich alles anders.

Phury wird immer als ein wunderbarer Mann dargestellt, der sehr auf seine Mitmenschen achtet, doch seine eigene Meinungen auf sich ist anders, negativ und er hat einige persönliche Probleme und Differenzen über die Zeit angesammelt. Außerdem ist er Drogenabhängig und hat eine schöne nervige Stimme in seinem Kopf. Dazu kommt noch, dass er eine Beinprothese hat und sich nicht als vollwertigen Mann sieht. Kein einfacher Kerl.

Eine Person, die ihn gleich als den Mann sieht der er ist, ist Cormia. Sie ist die erste Auserwählte, aber für sie ist es nicht so eine Ehre, wie für die anderen 39 Jungfrauen aus der Gemeinschaft mit einem Fremden zu schlafen. Abgesehen davon driftet sie von ihrem alten Weg und Leben, bei der Jungfrau der Schrift (mehr oder weniger die Göttin der Vampire) ab und entdeckt ganz neue Möglichkeiten in der Welt der Menschen.

Die Geschichte verläuft lange ruhig und die Charaktere, am meisten Cormia, entwickeln sich stark weiter und unsere Liebespaar findet erst mit der Zeit zueinander. Bei diesen Band der Reihe fällt auf, dass es sich auch mehr um andere Charaktere dreht und es ein 50:50 zu Protagonisten und Nebenpersonen besteht. Das war auf jeden Fall eine gute Kombination gewesen, denn es ist keine reine Liebesgeschichte mehr und es geht um Rache, Kämpfe, Freundschaft und die Gemeinschaft der Vampire.

Der Schreibstil der Autorin ist wie immer flüssig und hat etwas düsteres an sich, perfekt für einen Vampirroman! Die Geschichte wird zudem noch aus der Sicht von verschiedenen Charakteren erzählt, nicht nur von den Vampiren, sondern auch von den Lessern, die Bösewichte in der Welt der Black Dagger, was uns einige interessante Einblicke gewährt.
Die Geschichte der Black Dagger geht weiter und man merkt, dass ein Ende nicht in Sicht ist. Viele Konflikte, Kämpfe sind ungelöst und einige Singles warten noch auf ihren Seelengefährten! Es ist immer wieder spannend in diese Welt abzutauchen und trotz ca. 700 Seiten würde man am liebsten gleich zum nächsten Band greifen.

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