Rezension zu Weltasche - Über das Gift an Quallenmembranen

Dienstag, 25. Oktober 2016


Titel: Weltasche - Über das Gift an Quallenmembranen
Autor: Marie Graßhoff
Genre: Science Fiction
Verlag: Drachenmond Verlag
Seitenanzahl: ca. 700 Seiten
ISBN: 978-3-95991-702-5

Inhalt: Die Erde 2639. Auf der Suche nach ihrer Qualle durchquert Mara gefallene Kontinente und tote Städte.
Gemeinsam mit der Welt ist sie an ihre Grenzen geraten. Doch während sie noch um ihren Begleiter trauert, droht ihr und dem System bereits eine weitere Gefahr: Ihre Anwesenheit hat einen alten Gott geweckt, der das Gleichgewicht der Dimensionen aus den Fugen treibt.
Gebrochen vom Geist der Zeit, versucht die junge Frau, eine Welt zu retten, die ihr Recht auf Rettung schon vor Langem verspielt hat. Eine Welt, die schon immer ihren Tod wollte.
Wird es ihr gelingen? Oder wird die Zweiteilung des Universums am Ende auch sie zerbrechen?


Nach dem Roman Kernstaub war das Erste was ich gemacht habe, nachschauen wann der nächste Teil der Reihe kommt. Zu meinem Glück sollte es auch nicht mehr lange dauern, bis er erschien und die über 700 Seiten waren auch schnell verschlungen.
"Weltasche" ist der Nachfolgeband von "Kernstaub" und damit der zweite Teil der Reihe und es sollen noch vier weitere, laut ihrer Homepage, folgen.
Außerdem gibt es noch Kurzgeschichten aus der Kernstaubwelt mit denen man sich gut die Zeit überbrücken kann bis zum nächsten Band.

Zitat aus dem Buch: "Beizeiten tauchen wir in atmosphärische Welten und wissen plötzlich, dass wir nie wie andere Menschen sein werden." - S. 130

Zu dem Cover. Auf dem Bild sehen wir die Protagonistin auf einem Berg von Matratzen im Weltall liegen. Neben ihr sieht man eine blau schwarze Katze und sie schaut den Betrachter direkt an. Um sie herum ist das schwarze Firmament und weiß blaue Quallen. Ein wirklich schönes Cover, das man sich gerne länger ansieht.

Bei der Rezension zum ersten Band nannte ich den Schreibstil der Autorin bereits "gewaltig" und bildhaft, daran hat sich nichts geändert. Ich kann nur hinzufügen, dass ich hier mehr das Gefühl hatte in einer Science Fiction Welt abzutauchen, besonders in der Zeit des 13. Umbruchs im Jahr 2639.
Die Kombination aus Science Fiction mit poetischen Sätzen, die einen dazu verleiten nachzudenken, ist sehr interessant gewesen und macht meiner Meinung nach das Besondere an dem Stil aus.
Bei diesem Roman von ihr konnte ich mich viel schneller in die Welt von Mara und Juan einfinden und die Seiten flogen nur so vor mir her.
Außerdem bekamen noch weitere Charaktere ihre eigenen Kapitel, es laufen mehrere Handlungsstränge ab und das alles gibt dem Roman seine ganz eigene packende Dynamik.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht, zum größten Teil, die Protagonistin Mara, die wir bereits aus "Kernstaub" kennen und wir begegnen ihr in verschiedenen Zeitsträngen.
Aus dem zurückhaltenden, schwachen Mädchen wurde ein verbissener, starker Charakter, der mich im positiven überrascht hat. Sie ist durch ihre Situation gewachsen und versucht mit aller Kraft ihr Ziel zu verfolgen.
Juan ist einerseits in dem einem Handlungsstrang immer noch eine Qualle und im Anderen ein Typ, in den man sich ohne weiteres verkucken kann. Ich mochte ihn bereits im vorherigen Band und finde, dass sein Charakter jetzt mehr erklärt wird. Er ist mir ans Herz gewachsen.

Außerdem treffen wir nahezu alle bereits bekannte Personen wieder und auch neue Gesichter tauchen auf, wie das von Leo, Theias Tochter.
Sie ist anders. Und als ein Mädchen, eine Anomalie, mit besonderen Fähigkeiten, war sie überaus spannend zu lesen gewesen. Die Szenen mit ihr und deren Entwicklungen haben mich richtig überrascht und ich kann soviel sagen, es passieren Dinge, die könnt ihr euch gar nicht vorstellen.


Mit großer Begeisterung kann ich sagen, es handelt sich um eine herausragende Fortsetzung. Es ist ein Roman, der sich durch viele Dinge hervorzeichnet, von den facettenreichen Charakteren, dem komplexen und außergewöhnlichen Universum indem es spielt, bis zu den erstaunlichen Wirrungen, die einem begegnen.
Es enttäuschte mich nie, es lies mich überwältigt zurück und ich kann es kaum erwarten zu wissen, wie es weiter geht.
Kurz und schmerzlos: ein epischer, fantasievoller Science Fiction Roman.

Zitat aus dem Buch: "Wir denken, das nicht Wahrnehmbare sollte für die Menschen sein wie ein wandernder Stern: Einige sahen ihn schon leuchten, andere nicht. Einige fanden ihn nur über Umwege, erkennen ihn seitdem aber immer. Andere sahen ihn schon vor so langer Zeit das letzte Mal, dass sie irgendwann an sich selbst zweifelten. Einige suchen ihn schon ihr Leben lang." - S. 500

Kommentare:

  1. Huhu ��
    Ich habe dich zum Liebster Award getaggt. Ich würde mich freuen, wenn du mit machst ����

    https://fraunatbooks.wordpress.com/2016/10/27/liebster-award-♥/?preview=true

    Liebe Grüße!
    Natalie

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    1. Hi! Vielen lieben Dank! Ich schaue, dass ich es noch die nächsten Tage erledige :)

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