Rezension zu Weltasche - Über das Gift an Quallenmembranen


Die Erde 2639. Auf der Suche nach ihrer Qualle durchquert Mara gefallene Kontinente und tote Städte.
Gemeinsam mit der Welt ist sie an ihre Grenzen geraten. Doch während sie noch um ihren Begleiter trauert, droht ihr und dem System bereits eine weitere Gefahr: Ihre Anwesenheit hat einen alten Gott geweckt, der das Gleichgewicht der Dimensionen aus den Fugen treibt.
Gebrochen vom Geist der Zeit, versucht die junge Frau, eine Welt zu retten, die ihr Recht auf Rettung schon vor Langem verspielt hat. Eine Welt, die schon immer ihren Tod wollte.
Wird es ihr gelingen? Oder wird die Zweiteilung des Universums am Ende auch sie zerbrechen?

Nach dem Roman Kernstaub war das Erste was ich gemacht habe, nachschauen wann der nächste Teil der Reihe kommt. Zu meinem Glück sollte es auch nicht mehr lange dauern, bis er erschien und die über 700 Seiten waren auch schnell verschlungen.
"Weltasche" ist der Nachfolgeband von "Kernstaub" und damit der zweite Teil der Reihe und es sollen noch vier weitere, laut ihrer Homepage, folgen.
Außerdem gibt es noch Kurzgeschichten aus der Kernstaubwelt mit denen man sich gut die Zeit überbrücken kann bis zum nächsten Band.

Zitat aus dem Buch: "Beizeiten tauchen wir in atmosphärische Welten und wissen plötzlich, dass wir nie wie andere Menschen sein werden." - S. 130

Zu dem Cover. Auf dem Bild sehen wir die Protagonistin auf einem Berg von Matratzen im Weltall liegen. Neben ihr sieht man eine blau schwarze Katze und sie schaut den Betrachter direkt an. Um sie herum ist das schwarze Firmament und weiß blaue Quallen. Ein wirklich schönes Cover, das man sich gerne länger ansieht.

Bei der Rezension zum ersten Band nannte ich den Schreibstil der Autorin bereits "gewaltig" und bildhaft, daran hat sich nichts geändert. Ich kann nur hinzufügen, dass ich hier mehr das Gefühl hatte in einer Science Fiction Welt abzutauchen, besonders in der Zeit des 13. Umbruchs im Jahr 2639.
Die Kombination aus Science Fiction mit poetischen Sätzen, die einen dazu verleiten nachzudenken, ist sehr interessant gewesen und macht meiner Meinung nach das Besondere an dem Stil aus.
Bei diesem Roman von ihr konnte ich mich viel schneller in die Welt von Mara und Juan einfinden und die Seiten flogen nur so vor mir her.
Außerdem bekamen noch weitere Charaktere ihre eigenen Kapitel, es laufen mehrere Handlungsstränge ab und das alles gibt dem Roman seine ganz eigene packende Dynamik.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht, zum größten Teil, die Protagonistin Mara, die wir bereits aus "Kernstaub" kennen und wir begegnen ihr in verschiedenen Zeitsträngen.
Aus dem zurückhaltenden, schwachen Mädchen wurde ein verbissener, starker Charakter, der mich im positiven überrascht hat. Sie ist durch ihre Situation gewachsen und versucht mit aller Kraft ihr Ziel zu verfolgen.
Juan ist einerseits in dem einem Handlungsstrang immer noch eine Qualle und im Anderen ein Typ, in den man sich ohne weiteres verkucken kann. Ich mochte ihn bereits im vorherigen Band und finde, dass sein Charakter jetzt mehr erklärt wird. Er ist mir ans Herz gewachsen.

Außerdem treffen wir nahezu alle bereits bekannte Personen wieder und auch neue Gesichter tauchen auf, wie das von Leo, Theias Tochter.
Sie ist anders. Und als ein Mädchen, eine Anomalie, mit besonderen Fähigkeiten, war sie überaus spannend zu lesen gewesen. Die Szenen mit ihr und deren Entwicklungen haben mich richtig überrascht und ich kann soviel sagen, es passieren Dinge, die könnt ihr euch gar nicht vorstellen.


Mit großer Begeisterung kann ich sagen, es handelt sich um eine herausragende Fortsetzung. Es ist ein Roman, der sich durch viele Dinge hervorzeichnet, von den facettenreichen Charakteren, dem komplexen und außergewöhnlichen Universum indem es spielt, bis zu den erstaunlichen Wirrungen, die einem begegnen.
Es enttäuschte mich nie, es lies mich überwältigt zurück und ich kann es kaum erwarten zu wissen, wie es weiter geht.
Kurz und schmerzlos: ein epischer, fantasievoller Science Fiction Roman.

Zitat aus dem Buch: "Wir denken, das nicht Wahrnehmbare sollte für die Menschen sein wie ein wandernder Stern: Einige sahen ihn schon leuchten, andere nicht. Einige fanden ihn nur über Umwege, erkennen ihn seitdem aber immer. Andere sahen ihn schon vor so langer Zeit das letzte Mal, dass sie irgendwann an sich selbst zweifelten. Einige suchen ihn schon ihr Leben lang." - S. 500


Rezension zu Die Heilerin von San Marco von Marina Fiorato


1576. In Venedig bricht die Pest aus. Der amtierende Doge glaubt, dass die Krankheit Gottes Strafe für das dekadente Leben der Venezianer ist und sieht nur einen Ausweg: Er lässt eine Kirche bauen, die größte, die es je gegeben hat. Aber in Venedig ahnt noch niemand, dass der Schwarze Tod an Bord eines Schiffes aus Konstantinopel in die Stadt kam – und dass die junge Heilerin Feyra die Einzige ist, die die Lagunenstadt noch retten kann. Aber alleine kann sie es nicht schaffen ― sie benötigt die Hilfe von Annibale Carson, dem berüchtigten Pestarzt. Doch hinter seiner furchteinflößenden Maske verbirgt sich ein Mann, der Feyra vor die größte Herausforderung ihres Lebens stellt.
Nach langer Zeit habe ich wieder einen historischen Roman beendet von der wunderbaren Marina Fiorato und bin begeistert von ihrem wunderbaren Schreibstil, der einen zum Träumen über Venedig einlädt.

Erster Satz des Buches: "Sebastiano Venier, der Doge von Venedig, blickte mit Augen, die so aufgewühlt waren wie das Meer, aus seinem steinernen Vierpassfenster."


Die Autorin entführt uns in ein lang vergangenes Venedig und ihr Schreibstil ist nicht nur detailgetreu, sondern auch malerisch und sie zaubert wunderbare Szenenbilder, die man gerne zwei mal ließt. Ihr Roman ist gut recherchiert und man erfährt viele interessante Dinge über die damalige Zeit und verschiedenen Kulturen. Besonders interessant empfand ich das Thema "Pest", welches ausführlich erklärt wird, verschiedenen Heilmethoden, Aberglaube und die Auswirkungen. Nebenbei baut sie eine spannende Handlung auf, die langsam steigt.

Was mich ebenfalls gepackt hat, waren die authentischen Charaktere, die wir antreffen.
Da haben wir einmal die Protagonistin Freya, die schöne und selbstbewusste Muselmanin, die durch einige Wirrungen in Venedig landet, wo gerade die Pest ausbricht. Am Anfang lernen wir sie, ihre Geschichte und ihre Welt kennen, bevor es auf Reisen geht. Sie ist eine starke Frau, eine Ärztin und steht im Mittelpunkt der Handlung.
Neben ihr steht der Vogelmann, Pestarzt, Annibale Carson. Ein harter und sehr gutaussehender mit dem sie schnell aneinander gerät, weil ihre Methoden und Kenntnisse über die Körpersäfte des Menschen verschieden sind. Er ist der jungen Frau schnell verfallen und auch sie ihm, aber eine Muselmanin, eine andere Religion, wie kann er so eine Frau heiraten?
Außerdem treffen wir Personen an, die es in Wirklichkeit auch gab und zu denen ich schon früher viel gelesen habe. Meiner Meinung nach hat sie die gut recherchiert, besonders Andrea Palladio und als Liebhaber seiner Baukunst war es eine Freude gewesen ihn in einem Roman zu treffen!
Der Roman wurde sehr gut recherchiert und die Autorin verwebt alle Details wunderbar mit ihren Charakteren, sodass man sich nicht erschlagen fühlt von all den historischen Fakten. Man verliert sich schnell in Venedig und Konstatinopel und wir erleben noch eine zarte Liebesgeschichte zwischen den Protagonisten. 


Rezension zu Pakt der Dunkelheit von Lara Adrian


Der Vampir Jehan hat einst seine Heimat verlassen, um einem Käfig aus Pflicht und Tradition zu entkommen. Aber dann zwingt ein alter Pakt den Wüstenprinzen zurückzukehren, um die schöne Seraphina zur Frau zu nehmen. Diese ist ebenso entschlossen wie Jehan, nicht zur Spielfigur ihrer beider Familien zu werden. Doch die Leidenschaft, die zwischen ihnen aufflammt, können sie schon bald nicht mehr verleugnen.

Diese Reihe von Lara Adrian verfolge ich selber nur sporadisch und bei diesem Band handelt es sich um eine Novelle aus der "Midnight Breed" Reihe. Ich bin ein Fan von ihren kurzen Novellen, sie sind immer gut für was zwischendurch und bewahren mich manchmal vor einer Leseflaute.

Erster Satz des Buches: "Schreie hallten durch eine der vielen schmalen, mit Kopfstein gepflasterten Gassen im Herzen von Roms alten pittoresken Stadtteil Trastevere."

Über diesen Spin-Off Teil von Lara Adrian habe ich mich sehr gefreut, es ist exotisch, spielt unter anderem in einer Wüste und er war viel zu kurz. Nach knapp 150 Seiten war der Spaß schon vorbei!
Wir lernen den Prinzen Jehan kennen, der ein Ordensvampir ist und dazu genötigt wird nach Hause zurück zu kehren um sich eine Frau zu nehmen. Er ist nicht begeistert, einfach nur dagegen und versucht aus diesem Vertrag zwischen den beiden Familien zu fliehen. Sein Leben als Ordensvampir fühlt ihn aus, es hat in diesem Job seinen Sinn, seine Berufung, gefunden.
Auch Seraphina würde gerne wo anders sein und stellt von vornherein klar, dass sich keine Liebelei zwischen ihr und Jehan entwickeln wird.
Und natürlich läuft es nicht so einfach, wie die beiden Sturköpfe es sich wünschen.
Jehan und Seraphina sind sich von ihrem Charakter ähnlich, sie wollen was beschützen, mehr für andere tun und gehören Beide zu den Aufopferungsbereiten.

Nebenbei werden die Geschehnisse aus den letzten Teilen etwas aufgegriffen, wie Opus Nostrum. Und es ist einfach wieder schön bekannte Charaktere zu treffen und neue Nebenpersonen, hoffe, dass es zu einem gewissen Paar auch eine Novelle geben wird...

Die Sprache der Autorin ist fließend, einfach und die "Erwachsenen" Szenen hier fand ich direkter als sonst und hat mich an J.R. Ward erinnert. Die Handlung ging schnell voran und es werden nur die beiden Protagonisten ins Auge genommen, sie finden relativ schnell zueinander und habe eine kleine Hürde vor sich. Mehr kann man bei einer Novelle und 150 Seiten nicht erwarten.
Den Roman empfehle ich für Zwischendurch und man kann ihn sehr gut ohne die restlichen Bände der Reihe lesen. Dieser Teil hat mich durch sein exotisches Setting und lieben Charakteren überzeugt.


Rezension zu Die silberne Königin von Katharina Seck


Silberglanz ist eine beschauliche Stadt in einer winterlichen Welt. Doch die Schönheit der von glitzerndem Schnee bedeckten Landschaft ist trügerisch. Seit Jahrzehnten ist das Land im ewigen Winter gefangen, es droht unter den Schneemassen zu ersticken. Alles ändert sich, als die 24-jährige Emma in die Chocolaterie von Madame Weltfremd kommt und diese ihr ein Märchen erzählt, das Märchen der silbernen Königin. Denn darin verborgen liegt die Wahrheit - über den Winterfluch, über den kaltherzigen König und über Emma selbst.

Dieses Buch erscheint am 14.10.2016 im Bastei Lübbe Verlag und ich durfte es, dank der lesejury, vorablesen. Schon am Anfang war ich bezaubert gewesen von dem Cover und dem Klappentext und mit einigen Erwartungen habe ich es auch angefangen zu lesen.

Erster Satz des Buches: "Als Madame Weltfremd die Eingangstür der Chocolaterie Schokoladengold aufschloss, standen die Sterne bereits stechend klar am Nachthimmel."

Erstmal einige Worte zu dem wunderschönen Cover. Oben sehen wir etwas von dem Seitenprofil einer Frau mit dunklen, roten Lippen und einer Kapuze. Unter ihr befindet sich eine herrliche Winterlandschaft, mit schneebedeckten Bergen, dunklen Tannen und einigen Sternen am Nachthimmel. Ich war gleich angetan gewesen von den verschiedenen Blautönen und der Umradung des Covers. Es sieht düster, winterlich und magisch aus - Wörter die auch den Roman gut beschreiben.

Von Anfang an hat mich die Geschichte fasziniert und erst nach gefühlten 100 Seiten konnte ich es aus der Hand legen. Es lag nicht daran, dass es rasant war, sondern, es lag an der märchenhaften Geschichte selbst. Die Autorin erzählt sehr bildhaft und man braucht nicht viel, um den Winter, die Kälte und den Schnee zu spüren. Besonders schön finde ich die Idee mit dem Märchen der silbernen Königin, dass im Laufe der Handlung immer weiter gesponnen wird, das hebt die Märchenstimmung im Buch mehr hervor. Ohne weiteres konnte ich mich gut in der Geschichte verlieren und bin begeistert gewesen von den verschiedenen Charakteren.

Die Protagonistin ist Emma, sie ist 24 Jahre alt und kümmert sich um ihren Vater mit dem sie es nicht leicht hat. Ihr Leben ist schwierig, sie ist einsam, aber das lässt sie sich nicht anmerken und sie versucht einfach immer weiter zu machen. Emma ist eine aufrichtige Person und natürlich eine starke Frau. Dann gibt es noch Ophelia, die Liebenswürdigkeit in Person und Madame Weltfremd, rätselhaft und bis zum Schluss fragt man sich, welche Rolle sie in diesem Märchen spielt.
Die Kulisse des Romans ist die Stadt Silberglanz, eingedeckt von einem nie endenden Winter und beherrscht wird sie von kaltherzigen Prinz Caspian, eine unheimliche Person an die Emma gerät. Der Prinz scheint wirklich aus Eis zu sein und es geschehen seltsame, grausame Dinge im Schloss. Und dann ist da noch der Schatten...
Ab da wird die Handlung immer spannender und es warten einige Überraschungen und Wendungen auf einen!
Die Autorin hat mit diesen Werk eine bezaubernde, märchenhafte Geschichte gesponnen, die mich mitfiebern lies und ich dank großer Begeisterung kaum aus der Hand legen konnte. Schokolade, Märchen, ein düsteres Geheimnis, ein unheimlicher, kalter Prinz in einem Eispalast und eine mutige Frau, die, die Stadt retten muss. Was braucht man mehr bei diesen kalten Temperaturen? Ein gelungener Fantasyroman, der viel zu bieten hat und von mir eine klare Leseempfehlung ist.




LINK zum Verlag.

Rezension Angel Fall - Nacht ohne morgen von Susan Ee



Die Engel sind auf die Erde gekommen, doch sie haben nicht Frieden und Freude, sondern Elend und Zerstörung mit sich gebracht: Weltweit liegen die Städte in Trümmern, und die Menschen trauen sich vor Angst kaum noch auf die Straße. Als eine Gruppe Engel die kleine Schwester der toughen und furchtlosen Penryn entführt, haben sie sich jedoch mit der Falschen angelegt. Penryn zieht los zum Hauptquartier der Engel, um ihre Schwester zu befreien. Aber dafür braucht sie Hilfe – und die kommt ausgerechnet von Raffe, einem flügellosen Engel ...

Bei dem Buch handelt es sich um die Taschenbuchauflage von der Angel Fall Trilogie. Die Ausgabe des Hardcovers hat den Untertitel "Fürchtet euch nicht". Der zweite Band erscheint im Januar als Taschenbuch und ich kann es kaum abwarten!

Erster Satz des Buches: "Auch wenn es ironisch klingt: Seit den Angriffen sind die Sonnenuntergänge herrlich.

Wir werden am Anfang gleich in diese unwirklich Welt geworfen. Eine Welt, die zerstört wurde von Engeln und es gleicht einer Apokalypse. Draußen ist es gefährlich, nicht nur wegen den Banden die sich rumtreiben, sondern auch wegen Engeln. Es sind nämlich keine Retter in schimmernder Rüstung.
Penryn ist, gezwungenermaßen, die Erwachsene Person in ihrer kleinen Gruppe, bestehend aus sich, ihrer Schwester im Rollstuhl und ihrer geistig kranken Mutter. Es ist nicht leicht für sie, aber irgendwer muss es sein.
Nachdem ihre Schwester aber entführt wurde und ihre Mutter verschwunden ist, hat sie keine andere Wahl als sich mit einem Engel zusammen zu tun.
Meiner Meinung nach ein starker Charakter, der gerne mal unüberlegt und spontan handelt. Sie ist getrieben von Hilflosigkeit und das merkt man ihr oft an. Während des Romans fühlt man mit ihr und ist geschockt, von dem was sie durchmachen muss. Was mir sehr gut an ihrem Charakter gefällt ist, dass sie nicht naiv ist und die Leute hinterfragt.
Der Engel, mit dem sie sich zusammenschließt, ist zunächst ein Mysterium und man merkt schnell, dass irgendwas nicht stimmt und er ihr nicht alles erzählt. Raffe ist verschlossen und man weiß auch nicht zunächst, wie er zu Penryn steht. Ich würde auch nicht sagen, dass sich hier eine kitschige Liebesgeschichte entwickelt, dafür ist es zu ernsthaft.

Besonders gut hat mir die Welt gefallen, in dem der Roman spielt, düster, gefährlich und jeden Tag ein Kampf aufs Neue. Außerdem kamen im Laufe der Handlung immer mehr Fakten und Erkentnisse hinzu, sodass es interessant und spannend bis zum Ende blieb. Und was für ein Ende!
Dazu kommen noch die verschiedenen Charaktere, die wir antreffen und der Geschichte mehr Tiefe geben. Ein Person bei der ich nicht wusste, was ich über sie denken sollte ist Penryns Mutter, die Dämonen sieht...

Der Schreibstil der Autorin ist malerisch und flüssig, aber nicht schlicht und das Buch hat eine gewisse Brutalität und Härte - beeindruckende Dystopie. Mit großer Begeisterung habe ich die Geschichte der Beiden verfolgt, es war mitreißend und ich wurde oft überrascht.
Dieses Buch kann ich jedem Dystopie Fan empfehlen. Der Roman zeichnet sich durch eine mitreißende Geschichte, wunderbaren Protagonisten und faszinieren Endzeitszenario aus. Bis zum Ende packt einen das Buch und man wünscht sich so sehr den nächsten Band der Reihe her!



Link zum Verlag mit Leseprobe und Infos zum nächsten Band!

Rezension Die maskierte Stadt von Genevieve Cogman


Irene Winters ist Agentin der unsichtbaren Bibliothek, die jenseits von Raum und Zeit als Tor zwischen den Welten existiert. Ihr Job ist es, einzigartige, ungewöhnliche oder rare Bücher für diese Bibliothek zu beschaffen. Sie hat gerade auf einer zwielichtigen Auktion einen seltenen Bram-Stoker-Text erworben, als sie und ihr Assistent Kai überfallen werden. Zu spät erkennt Irene, dass es nicht um das Buch, sondern um Kai geht. Er wird entführt, ohne dass Irene es verhindern kann. Die Spur der Verbrecher führt in ein dunkles Venedig des immerwährenden Karnevals. Ein Ort der Masken und Geheimnisse. Und des Todes ...

Mit großer Begeisterung habe ich den zweiten Teil der Reihe in die Hand genommen, gleich am Erscheinungsdatum, wie den auch sonst! Nach dem ersten Teil war ich hin und weg gewesen, von Irenes Welt und ihrem actionreichen Leben als Bibliothekarin.
Bei der Reihe "Die Bibliothekare" handelt es sich um einen Fantasy Roman, dessen dritter und letzter Band im März erscheint.

Die Protagonistin Irene Winters ist eine Bibliothekarin der Bibliothek, die sich selbst in keiner Welt befindet und ihre Aufgabe ist es zwischen allen Parallelwelten zu reißen und besondere Bücher zu ergattern. Mal ist der Auftrag leicht und sie kann es kaufen, aber oft ist Einfallsreichtum gefragt verbunden mit einem halsbrecherischen Raub.
Die Welten werden beherrscht von Chaos und/oder Ordnung, wobei Elfen für das Chaos stehen und Drachen für die Ordnung.
Irene ihr Schüler ist ein Drache, etwas sehr verwunderliches für die Bibliothek und ein Geheimnis. Abgesehen davon bringt es noch Probleme mit sich.

Bei dem Buch handelt es sich um den zweiten Band der Reihe "Die Bibliothekare" und man kann ihn lesen ohne den Vorgänger zu kennen, da es ein paar Erklärungen zum ersten Buch gibt, es wäre aber durchaus vom Vorteil es in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Der Schreibstil der Autorin hebt sich von anderen ab, sie schafft es sehr gut moderne und altertümliche Sprache miteinander zu verbinden und einen gewissen Charme zu hinterlassen.
Bei dem zweiten Band kam ich gleich in die Geschichte rein, aber ich weiß noch, dass ich beim Ersten ein paar Seiten brauchte.

Die Hauptperson in den Büchern ist Irene, eine starke Frau, die einem auch eine schwache Seite von sich zeigt und ein Charakter, dessen Handlungen und Gedankenweg für mich immer nachvollziehbar war. Sie ist mir ans Herz gewachsen, wie auch ihr Lehrling, Kai.
Eigentlich könnte Kai gar nicht in der Bibliothek arbeiten, als Drache, da die Bibliothek unparteiisch ist und sich nicht auf die Seite von Drachen oder Elfen stellt. Verträge mit den Parteien sind Verboten. Aber da ist jetzt eine andere Sache.
Von Anfang an war ich hin und weg von Kai, er ist ein selbstsicherer Typ mit einer sehr netten Seite und ein perfekter Sidekick für Irene. Die beiden Bibliothekare ergeben ein wunderbares Team und neben ihnen gibt es noch eine weitere Anzahle von sehr unterschiedlichen, interessanten Nebenfiguren.

An Spannung hat es mir hier nicht gemangelt und die Handlung hatte so viele Wendungen und neue Figuren, dass ich kaum aufzählen könnte, was alles passiert ist. Turbulent ist das richtige Wort dafür.
In diesem Band befinden wir uns in Venedig, aber einen ganz besonderen Venedig, mit Masken, langen Umhängen und verwinkelten Gassen. Die Beschreibungen waren auch sehr bildreich gewesen, aber nicht zu lang und genau.
Wieder mal schön fand ich die Szenen mit der Bibliothek und hätte zu gerne mehr über sie erfahren.
Besonders toll fand ich noch das Bonusmaterial am Ende des Buches mit einigen amüsanten Fakten.
Letztendlich kann ich sagen, dass ich den zweiten Band genauso liebe wie den Start der Reihe. Es ist immer wieder spannend über die verschiedenen Parallelwelten, die Bibliothek und Charaktere zu lesen. Was gibt es schon schöneres als über Bibliothekare zu lesen, die ein Agentenleben führen, in die unterschiedlichsten Welten reisen und für die, die Beschaffung von gewissen Büchern an erster Stelle steht?





LINK zum Verlag.



Rezenisonzu Voodoo Girl von Roxanne Rivington


Nachdem ich das Buch erstmal auf mich wirken lassen musste, gibt es die langersehnte Rezension. Gleich vorab, es ist anders. Allein schon wegen dem Thema Voodoo und wie viel Historisches und Mythen eingearbeitet wurden, aus einer Welt, die mir und ich denke mal, vielen Anderen, fremd ist.

Düstere Träume und eine unbekannte Vergangenheit geben Zoé Rätsel auf. Ihre Eltern hat sie nie kennengelernt, und Tante Megan, bei der sie aufgewachsen ist, verschweigt ihr etwas. Gibt es ein Geheimnis um ihre Geburt? Um Klarheit zu gewinnen reist Zoé nach Haiti, wo sie geboren wurde – ein Land, in dem Voodoozauber, Geister und Dämonen zum Alltag gehören. Doch wer sind die unheimlichen Männer, die sie verfolgen? Stecken Mächte dahinter, die nicht von dieser Welt sind? Zoé gerät in einen Konflikt zwischen Glauben und Wissen. Auf der Suche nach ihrer Vergangenheit wird sie immer tiefer in die Mysterien des Voodoo hineingezogen …
Der Roman wird in zwei Handlungssträngen erzählt, zu dem man mit der Zeit parallelen findet.
Da haben wir einmal den 17-järhigen Mokabi, der als Sklave verschleppt wurde und seine Geschichte beginnt auf einem Schiff, auf dem Weg nach Saint Dominique, wo er das Schoßhündchen einer französischen, gelangweilten Lady wird. Er ist ein ziemlich willensstarker Charakter und in manchen Dingen auch dickköpfig, er war mir gleich symphytisch gewesen.

Auf der anderen Seite haben wir Zoé, die aus Haiti adoptiert wurde und immer wieder seltsame Träume hat. Zusammen mit ihrer Tante reißt sie nach Haiti um das Geheimnis ihrer Geburt herauszufinden, aber jemand ist hinter ihr her.
An Anfang der Geschichte schien sie mir verloren und eigenwillig, passend zu ihrer Situation und Zoé gewinnt im Laufe der Handlung mehr Mut.

Zuerst hatte ich mit dem Buch einen langen Start gehabt und es nicht geschafft reinzukommen. Erst nach gefühlten 100 Seiten schaffte ich es, es lag nicht direkt an dem Schreibstil der Autorin. Ich bin kein Fan von ausschweifend langen Charakterdetails und es hat am Anfang gedauert bis eine greifbare Spannung in der Geschichte aufkam.
Aber als sie dann da war, kam ein Ereignis nach dem anderem und die ganze Thematik Voodoo, Dämonen und Ausbruch der Sklaven, gewannen an Tiefe. Sie schaffte es historische Elemente, interessante Fakten über Land und Kultur und reale Magie ohne Problem ineinander zu verflechten.
Das was mich am Buch letztendlich gepackt hat war Voodoo, denn es wird hier sehr real und vielseitig dargestellt.

Zum Abschluss lässt sich sagen, dass es sich hierbei um eine Geschichte handelt, die sich nicht so einfach in eine Schublade stecken lassen möchte. Man bekommt nicht nur eine gute Portion Mystik, sondern auch Fantasy, etwas Liebe und einen Krimi geliefert.
Aber man sollte sich nicht von den Cover täuschen lassen, das Buch ist durchaus auch was für die männlichen Leser! Es gibt nebenbei noch Kämpfe, Krieg und Action im Roman.




[Rezension] zu "Mondprinzessin" von Ava Reed


Ein Zitat: "Bis heute versuche ich zu verstehen, wie sehr man jemanden lieben muss, damit man daran zerbrechen kann."