Rezension zu Luca & Allegra - Küsse keinen Capulet von Stefanie Hasse (Short Review)

Bei diesem Buch handelt es sich um die Fortsetzung von "Liebe keinen Monatague" und den Abschluss der Dilogie, eine Adaption von Romeo & Julia. Das Buch subbte erstmal eine Weile bei mir rum, weil ich nicht so gerne eine Reihe beende, werde immer so wehmütig. 


Erster Satz des Buches: "Der alte Mann schlug wütend auf den Altar aus roséfarbenem Granit ein."

Heimliche Küsse, hastig geschriebene Liebesbriefchen und herzerweichende Balkonserenaden kennt Allegra höchstens aus Shakespeares Dramen, aber in der Realität ist ihr so etwas noch nie passiert. Schon merkwürdig, wenn man tagein tagaus in einem italienischen Restaurant bedient, von unzähligen Männern angesprochen wird und sich trotzdem niemals verliebt hat. Erst als ein attraktiver Neuer den Aushilfsjob im Restaurant annimmt und auch noch ihre Liebe zu »Romeo und Julia« teilt, beginnt sich eine Erinnerung in ihr zu regen, an Gefühle, die sie doch niemals hatte, und an einen Mann, den sie doch niemals kannte. Einen Mann mit eisblauen Augen, mit dem sie einst ein magisches Schicksal verband…
Die Geschichte wird mehr aus der Sicht von Allegra erzählt und es wird emotionaler als der erste Band. Während des Lesens wissen wir mehr als die Protagonistin selbst und fühlen und fiebern mit ihr die ganze Zeit mit.
Die ganze Geschichte scheint von vorne anzufangen und es wird immer wieder einiges an Spannung aufgebaut. Nebenbei finde ich, dass in diesem Band es mehr Wendungen und Überraschungen gibt, habe einige Sachen nicht kommen sehen und musste hin und wieder eine Seite zweimal lesen. Ist das wirklich passiert?
Besonders gut gefallen hat mir, als sich das Setting verändert hat und wir ins fantastische/mythische gegangen sind.
Mehr dazu möchte ich nicht erzählen, damit ihr auch so überrascht werdet wie ich!

Auch in diesem Band begibt sich Allegra auf eine Reise und es tauchen einige interessante Charaktere auf, die mir allesamt gefallen haben, sie brachten mehr Humor rein.
Unser Protagonist steht im zweiten Teil nicht mehr so stark im Vordergrund, wie im Ersten. Mich persönlich hat es nicht gestört, dazu mag ich Allegra zu sehr, aber ich hätte gegen mehr Szenen mit Luca nichts gehabt.

Der Stil war wie immer locker und flüssig, die Beschreibungen genau mit etwas Detail, was ich sehr schätze, weil man auch Raum für sich hat.
Der Schreibfluss hat mir im Abschlussband mehr gefallen, es hat mehr gekribbelt und ich konnte mich kaum losreisen und hatte den Roman relativ schnell durch.

Allem in einem ein sehr guter Abschluss für die Geschichte, die mit mehr Emotion und Spannung gepunktet hat. Die Adaption von Romeo & Julia ist sehr gut ausgearbeitet und regt einen zum träumen an.







Liebe Grüße,
eure Ani!

Rezension zu Dein perfektes Jahr von Charlotte Lucas

Viele haben schon von dem Buch gehört und ich habe es vorab gelesen, durch die Lesejury. Während dem Lesen mit den anderen Teilnehmern habe ich gemerkt, wie anders ich es sehe. Es ist für mir kein Jahreshighlight geworden und ich war froh, dass Buch beendet zu haben. 

Rezension zu Plötzlich Banshee von Nina MacKay

Gerade läuft ein Hype um das Buch und viele Rezensionen flattern rein. Ein Bücherliebhaber nach dem Anderen ist begeistert von dem Buch und deswegen habe ich das den Roman auch mit einigen Erwartungen angefangen zu lesen . . .

Erster Satz des Buches: "Ich sprang hinter den drei Typen auf den unter uns vorbeifahrenden Zug."


Rezension zu Secret Woods: Das Reh der Baronesse von Jennifer Alice Jäger


Anstatt den Zwängen des Königshofs zu unterliegen, trainiert Nala lieber das Bogenschießen und gerät in Raufereien mit ihrem Bruder Dale. Aber als ihr Vater, der Baron von Dornwell, eine neue Frau auf das Anwesen bringt, sieht sie ihr Glück schwinden. Die Komtesse ist hochnäsig und böswillig, dennoch ist Nalas Vater ihr vollkommen verfallen. Als Nala schließlich das dunkle Geheimnis der Komtesse aufdeckt, ist es bereits zu spät. Sie setzt alles daran, ihre Familie vor der bösen Stiefmutter zu retten. Doch schon bald steht nicht nur das Leben ihres Bruders auf dem Spiel. Auch ihr eigenes Herz ist in Gefahr – und das des fremden Jägers mit dem verschmitzten Lächeln und den blaugrauen Augen…

Als Erstes muss ich sagen, dass ich ein Fan von Romanen mit Märchenadaptionen bin und als ich das Buch anfing, hatte ich natürlich auch einige Erwartungen gehabt.
Die Sprache ist einfach, fließend und natürlich märchenhaft. Die Beschreibungen der Szenen sind ihr sehr gut gelungen, mit nicht zu vielen Details formt sie wunderbare Bilder.
Spannung war in der Geschichte schon da, immer wieder etwas im Hintergrund und das Ende nötigt einen ja den nächsten Teil der Serie zu lesen.

Die Anzahl der Charaktere sind überschaulich. Da haben wir Nala, die Protagonistin. Sie ist definitiv kein typisches Mädchen für die Zeit mit ihrem Bogen und nicht allzu großen Interesse für damenhafte Aktivitäten. Trotzdem finde ich Nala mädchenhaft, allein schon wie sie beschrieben wird und ihre Reaktionen auf manche Dinge. Außerdem wirkt sie auf mich sehr authentisch und ich mochte sie auf Anhieb.
Sie hat einen Bruder, Dale, zu dem sie eine besondere Beziehung hat. Er taucht immer wieder auf und meine Meinung über ihn änderte sich von sympatischer, liebevoller Bruder zu hoffnungslos naiv. Dale sieht die Situation immerzu anders, erst zum Ende hin steht er vollkommen auf der Seite seiner Schwester (kleiner Spoiler?).
Auf der anderen Seite der Geschichte steht die neue Frau von Nalas Vater und ihre Tochter. Von Anfang an ist einem klar, dass irgendwas nicht mit der neuen Mutter nicht stimmt, auch nicht mit ihrem Vater.
Ach, da gibt es noch diesen mysteriösen Jäger, für den es Liebe auf den ersten Blick ist... und für Nala?

Highlight im Buch ist die Aufdeckung des dunklen Geheimnisses und die Entwicklung von Nala und ihrer besonderen Stärke. Mir hat es sehr gut gefallen, wie sich die Geschichte entwickelt hat. Am Anfang war das Märchen im Vordergrund gewesen, wobei es mich zunächst stark an Aschenputtel erinnerte und es bildete sich schnell eine eigene interessante Geschichte, mit ein paar Wendungen.

Letztendlich lässt sich sagen, dass das Buch eine schöne Märchenadaption ist mit einer eigenen Handlung und liebevollen Charakteren. Es lässt sich schnell und leicht lesen, genau richtig für Zwischendurch und man fällt zurück in eine Märchenwelt!



P.S.: Folgeband ist bereits draußen!

HIER der Link.


Rezension zu Kernstaub - über den Staub an Schmetterlingsflügeln von Marie Graßhoff

Für diese Rezension habe ich mir jetzt viel Zeit gelassen und immer wieder drüber geschaut, dass ja keine Spoiler auftauchen. Die erste Fassung war nämlich noch voller Hinweise gewesen und viel zu lang. Habe mich jetzt kurz gehalten, damit ihr einen guten allgemeinen Eindruck bekommt. 

Erster Satz des Buches:"Als hätte man sie unter Schmerzen in den harten Boden gerammt, erheben sich die verkrüppelten Gestalten bizarr verformter Stämme qualvoll ächzend aus dem Erdreich."


Mara hat vergessen, dass sie bereits seit Hunderten von Leben vor den Wächtern des ewigen Systems flieht. Durch den Mord an ihr wollen sie den Weg aller Seelen zur Perfektion ebnen.
Ihr Dasein wird in diesem Leben lediglich von ihrer immensen Angst vor Uhren bestimmt. Doch als die Wächter sie erneut aufspüren, um sie aus dem Kreislauf der Wiedergeburten zu tilgen, verschiebt sich das Gleichgewicht der Dimensionen: Uralte Erinnerungen kehren zurück, eine längst vergessene Liebe erwacht von Neuem und Kriege spalten den Planeten.

Und über allem schwebt die Frage: Wenn die ganze Welt dich hasst, würdest du dich trotzdem für sie opfern?
Das Cover des Buches finde ich passend zum Genre Science Ficiton/Dystopie, aber es hat auch einen Hauch Fantastisches für mich. Abgesehen davon ist es ein regelrechter Eyecatcher mit dem im Flug fallenden Planeten und dem Paar darunter, umgeben vom orangenfarbenem Licht und Sternenhimmel.

Zu Anfang musste ich mich erstmal auf den Schreibstil der Autorin einlassen, denn schon lange habe ich nichts mehr gelesen, wo wirklich "gewaltig" und sehr bildhaft geschrieben wird. Immer wieder tauchen verschachtelte Sätze auf, einige Nebensätze und man muss sich beim lesen konzentrieren um bloß kein Detail zu verpassen, dass in Zukunft wichtig wird. Außerdem ist das Buch mit seinen knapp 980 Seiten ein dicker Schmöcker, für den man Zeit aufbringen muss. (Es lohnt sich..)

Die Protagonistin des Romans ist Mara, die viel von ihren unzählig vielen früheren Leben vergessen hat, auch Juan, zu dem ich später komme. Sie wird oft als zierliches, ängstliches und verlorenes Mädchen dargestellt, welches sich schwer tut mit der neuen Situation und einfach nicht weiter weiß.
Aber in den Rückblenden zu ihren früheren Leben, sehen wir eine sehr starke, kämpferische und eigenwillige junge Frau, die sie einst war. Hin und wieder hat man den Anschein, dass genau diese Persönlichkeit in ihr steckt, aber ich denke es wird sich so richtig erst in den Folgebänden entwickeln.

Für mich waren die verschiedenen Rückblenden ein kleines Highlight gewesen, weil es immer wieder spannend war und auch tragisch zu lesen. Allein schon über die Idee mit den Welten und Sphären zu lesen ist beeindruckend und brachte die Charaktere hin und wieder in den Schatten.

Zu dem Charakter Juan gibt es viele geteilte Meinungen, da er seine Rolle als Bad Boy sehr verinnerlicht hat. Immer wieder ist er gereizt, wütend und schlich und weg gemein. Erst mit der Zeit erfahren wir mehr über ihn und fangen an seine Sicht zu verstehen oder auch nicht. Ich persönlich war nicht negativ auf ihn eingestellt gewesen, weil ich jedes Mal dachte: "Da steckt doch was dahinter...er drückt sich einfach nicht aus." und hatte eher etwas Mitleid mit ihm.
Als Fazit lässt sich sagen, dass es sich hierbei um ein Buch handelt, auf das man sich einlassen muss. Es ist in meinen Augen ein epischer Science Fiction Roman mit parallelen zu anderen Genres und mit einer komplexen Struktur, die es Wert ist erkundet zu werden. Der Roman punktet nicht nur mit vielseitigen Charakteren, sondern auch mit seiner komplizierten, außergewöhnlichen Welt(en) und dem mächtigen Schreibstil der Autorin, der sich von peotisch, verschachtelt zu einfach fließend wandeln kann.

Für jeden, der sich gerne mal wieder vor eine Herausforderung stellen möchte, ist es genau das Richtige.



P.S.: Das Taschenbuch Format hat auch eine unglaublich schöne Innengestaltung auf jeder Seite! ;)

[Rezension] Atlantis - Das Juwel der Macht von Gena Showalter



Erster Satz des Buches: "Die Götter hatten nie die Absicht gehabt, sie zu erschaffen.".

Agent Grayson James hat einen Auftrag: das Juwel von Atlantis finden und dafür sorgen, dass es nicht in die falschen Hände gerät – selbst wenn das bedeutet, es zu zerstören. Doch nachdem er die schöne Jewel vor einer Horde Dämonen gerettet hat, scheint seine Mission auf einmal unmöglich. Denn sie ist das Juwel, das jeder in Atlantis beherrschen will. Und er ist der Halbgöttin längst verfallen. Statt sie zu töten, nimmt er es mit Dämonen, Drachen und Vampiren auf – und mit einer Prophezeiung, die sie beide zerstören könnte.
In diesem Band lernen wir den Agenten Grayson kennen und die seltsame Stimme in seinem Kopf, bei der es sich um die wunderschöne Jewel handelt. Schon zu Beginn der Geschichte verbindet die beiden Protagonisten ein magisches Band.
Der Anfang des Buches hat mir gut gefallen, amüsant, mit Humor und einiges an Action.
All das nahm im Laufe der Handlung nicht ab und das Buch kann man gut in einem Zug durchlesen, denn der Schreibstil ist flüssig und einfach.

Mit dem Charakter von Grayson hatte ich am Anfang noch meine Schwierigkeiten gehabt, da er als arrogant und selbstverliebt dargestellt wird. Mit der Zeit entwickelte er sich weiter, aber das nur wegen Jewel, aufmerksamer und einfach hoffnungslos verliebt.

Die gute Jewel erzählt Grayson zunächst nicht wer sie in Wirklichkeit ist und bringt ihn mehr oder weniger dazu, sie aus der Gefangenschaft der Dämonen zu retten. Plötzlich frei und keine Sklavin mehr genießt sie ihr Leben und wird zu einer mutigen Frau. Für mich ein toller Charakter, mit dem man leicht mitfühlen kann und ihre spontanen Reaktionen auf Grayson lassen einen immer wieder schmunzeln.

Im zweiten Teil der Reihe werden noch weitere Charaktere aus Atlantis vorgestellt und wir bekommen einen guten Einblick in die verschiedenen magischen Völker, aber auch in die Machtspiele zwischen den Wesen. Die Drachen sind ebenfalls wieder ein Thema, stehen aber nicht im Kern der Geschichte.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass es sich hier um eine spannende romantasy Reihe handelt, bei der es vielfältige Charaktere gibt, von Drachen bis zu Nymphen und einiges an Action. Die "Atlantis-Reihe" ist nicht zu vergleichen mit "Herren der Unterwelt" von der Autorin, aber nicht zu unterschätzen. Ein gutes Buch für Zwischendurch!



Link zum Verlag mit Leseprobe HIER.