[Buchrezension] zu "Die Auslese - Nur die Besten überleben" von Joelle Charbonneau

Donnerstag, 25. Februar 2016

"Die Auslese - Nur die Besten überleben" von Joelle Charbonneau


"Du wirst aus dem Bett steigen und dich dem stellen, was dann auf dich wartet, egal was es ist. Ich werde stolz auf dich sein, was auch immer der morgige Tag bringen mag."
"Selbst dann, wenn ich nicht für die Auslese ausgewählt werde?"
"Ganz besonders dann, wenn man dich nicht zur Auslese zulässt."




Durch einen Krieg ist der größte Teil der Welt unfruchtbar, der Boden schwarz und radioaktiv oder gänzlich ausgelöscht. Um die Zukunft zu sichern, werden die Besten Absolventen aller Schulen getestet für eine Führungsposition. Die Auslese.
Unsere Protagonistin Cia möchte unbedingt an der Auslese teilnehmen und freut sich, als sie Teilnehmerin wird. Aber die Tests vor denen sie stehen, sind anders als erwartet und jede Entscheidung dreht sich um Leben oder Tod. 

Als ich das Buch begonnen habe zu lesen wusste ich nichts von den negativen Meinungen dazu und Vorurteilen, es wäre genau wie Hunger Games. 
Zugegeben, einige Grundideen sind natürlich ähnlich. Wie bei vielen Dystopien zurzeit, aber das Buch hat durchaus seine eigene Geschichte und aussagekräftige Charaktere. 
Wir erleben die Geschichte aus der Sicht von Cia. Ein nettes, intelligentes und am Anfang naives junges Mädchen. Sie ist gerne für sich, beobachtet ihr Umfeld immer genau und besitzt trotz ihrem jungen Alter ein gewissen Grad an Reife. Sie lebt in einer kleinen Kolonie und wird zusammen mit drei anderen Kameraden für die Auslese ausgewählt. Es ist ihre Chance auf einen begehrten Platz an der Universität und zukünftige Führungsposition. Sie muss nur vier Tests bestehen, dafür werden die Kandidaten in die Hauptstadt Torso gebracht. 
Schnell merkt Cia, dass die Prüfer ihre eigene Methode haben die Schwächeren auszulesen, als einer ihrer Freunde durch eine falsche Entscheidung stirbt. Und auch unter den Kandidaten herrscht ein Kampf, denn jeder hier geht über Leichen. Für unsere Protagonisten wird es schwer ihre Überzeugungen aufrechtzuerhalten und Vertrauen zu anderen zu fassen. 
Die Nebencharaktere wirken zu Beginn der Geschichte schlicht, aber entwickeln sich im Verlauf der Handlung weiter und es kommen einige Überraschungen auf einen zu. 

Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und die Story besitzt ein dynamisches Tempo. Hin und wieder tauchen ruhigere Szenen auf und es kommt zu einer guten Abwechslung. Da wir die Geschichte aus der Sicht von Cia kennen lernen, erfahren wir viel über sie und ihre Motive. Doch die Motive der anderen Charaktere bleiben vorerst im Dunkeln und das bringt viel Spannung.

Als Fazit lässt sich sagen, dass es sich hierbei um eine packenden und mitreißenden Auftakt einer Dystopie-Trilogie handelt. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht das Buch zu lesen, Cia durch ihre Prüfungen zu begleiten und immer mehr über dieses Zukunftsbild zu erfahren. Während immer mehr Hintergründe und Bilder zu der neuen Welt auftauchen, erfahren wir auch viel über die Bemühungen der Menschen mit dieser Herausforderung zu leben. Die Autorin schafft in ihrem Werk eine Atmosphäre, die zwischen Bedrückung und Hoffnung schwankt. 
Auf jedenfall werde ich die nächsten beiden Bücher der Reihe lesen. Wobei der zweite Band bereits herausgekommen ist und der letzte nächsten Monat erscheint. 

Originaltitel: The Testing
Verlag: penhaligon (Gebunden) blanvalet (Taschenbuch)
ISBN: 978-3764531188 (Gebunden) / 979-3442264155 (Taschenbuch)

Seiten: 416 Seiten
Preis: 16,99 Euro / 9,99 Euro

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